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12 things to do before you crash and burn von Proimos, James, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie

12 things to do before you crash and burn

Proimos, James

Übersetzung: Gutzschhahn, Uwe-Michael

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Gerstenberg

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783836957564

Inhalt

Nach dem Begräbnis seines Vaters weiß Hercules’ Mutter sich nicht anders zu helfen, als ihren Sohn für den Rest der Ferien zu seinem Onkel zu schicken. Der drückt Hercules 12 Aufgaben aufs Auge, die Hercules gefälligst bis Ferienende zu erledigen hat. Dabei interessiert ihn nur, wie er das schöne Mädchen aus dem Zug wiederfinden kann! Die 12 Aufgaben führen Hercules in einer wilden Schnitzeljagd quer durch Baltimore - und am Ende hat er nicht nur große Gedanken gedacht, gleich sieben Jobangebote auf einmal erhalten und jede Menge anderer Dinge erlebt, nein, er ist hinter das Lebensgeheimnis seines Onkels gekommen, hat die Liebe-auf-den-ersten-Blick aufgetan und schaut mit anderen Augen auf das, was hinter und vor ihm liegt.

Bewertung

In “12 things to do before you crash and burn” von James Proimos geht es um Hercules, dessen Vater gerade gestorben ist. Er hatte eine sehr schlechtes Verhältnis zu ihm und trauert nicht wirklich, was seine Mutter überfordert. Hilflos schickt sie ihn für zwölf Tage zu seinem Onkel, der allein in der Kleinstadt Baltimore lebt. Unfähig, Herc selbst zu beschäftigen, schreibt er ihm eine Liste mit zwölf Aufgaben, die dieser tun soll. Jeden Tag eine Sache - die Garage aufräumen, den besten Pizzaladen der Stadt finden und so weiter. Dadurch kommt Herc den Menschen der Kleinstadt immer näher und freundet sich sogar Zwar erfüllt Hercules diese Aufgaben, doch seine Gedanken kreisen um das hübsche fremde Mädchen, das er auf seiner Hinfahrt im Zug gesehen hat, er versucht verzweifelt, sie zu finden...
Diese Geschichte wird auf 118 Seiten mit sehr sehr großer Schrift erzählt, was geübte Leser locker in einer Stunde schaffen. Da ist es nicht wunderlich, dass nur oberflächlich auf alles eingegangen wird. Man erfährt kaum etwas über Herc und den Hintergrund der Geschichte, sondern erlebt nur mit, wie Hercules die Aufgaben seines Onkels löst. Welche übrigens keinerlei Sinn ergeben. Zwölf Dinge, die man tun soll, bevor man stirbt? Das hätte ich mir wirklich anders vorgestellt. Doch unterschwellig - und sehr knapp - beschreibt das Buch die Trauerbewältigung von Herc. Regelmäßig kommen Anekdoten über den fiesen Vater vor, die begründen, wieso Hercules seinen Vater so sehr hasst. Das passt nicht sehr zu dem locker-lustigem Schreibstil, in dem Hercs witzige Erlebnisse in Baltimore beschrieben wird. Leider ist das Ende sehr offen, man ist genauso schlau wie am Anfang, es hat sich beinahe nichts geändert.
Diesem seltsamen, aber witzigen Buch für Zwischendurch gebe ich 3 Sterne und empfehle es Jungen und Mädchen ab 14 und bin mir sicher, dass auch viele Erwachsene Gefallen an der Geschichte finden.
Daria Lipsky (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie