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Abgetaucht von Herman-Friede, Eugen, Jugendbücher, Historie, Deutsche Geschichte

Abgetaucht

Herman-Friede, Eugen

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2009

Verlag: Gerstenberg

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783836952415

Inhalt

Sie nannten sich selbst U-Boote, die Berliner Juden, die während der Nazi-Herrschaft aus Angst vor der drohenden Deportation in den Untergrund gingen. Anfang 1943 muss auch Eugen untertauchen, der Schutz des nicht-jüdischen Stiefvaters reicht nicht mehr aus. Er findet Zuflucht in Luckenwalde, einer Kleinstadt bei Berlin. Bald schon bilden hier die Nazi-Gegner, die Juden verstecken, gemeinsam mit diesen Juden eine Widerstandsgruppe, und Eugen ist mit dabei. Endlich kann er selbst etwas tun! Er zieht Flugblätter ab und verteilt sie, und er hilft dabei, Verfolgten Unterschlupf und falsche Papiere zu besorgen. Immer tollkühner werden die Aktionen ...

Bewertung

Dieses Buch erzählt die Geschichte des jüdischen Jungen Eugen Herman-Friede. Anfang 1943, als sich der Krieg radikalisierte und sich der Hass gegen Juden noch verschlimmerte, muss Eugen sich verstecken, abtauchen, wie ein U-Boot. Sein erstes Versteck befindet sich in Blankenburg bei Familie Horn. Doch als deren Angst, er könne entdeckt werden, immer größer wird, muss er woanders untertauchen. Zu seinem Glück findet er recht bald Zuflucht in Luckenwalde, bei der kleinen Familie des erbitterten Nazi-Gegners Hans Winkel. Er hat, neben Eugen noch viele andere Juden versteckt und betreibt mit ihnen eine Art Widerstandbewegung gegen die Nazis. Eugen ist sofort Feuer und Flamme. Endlich hat das langweilige Herumsitzen in seinem Versteck ein Ende und er kann bei etwas ganz Großem dabei sein. Er engagiert sich so sehr für die Widerstandsgruppe, dass er manchmal all den Krieg und das Elend um sich herum ausblendet. Doch beides ist noch da und trifft ihn eines Tages mit voller Wucht….
"Abgetaucht: Als U-Boot im Untergrund": eine mutige und wahre Geschichte über einen Jungen während der Kriegsjahre. Durch den autobiografischen Hintergrund des Buches (Eugen Herman-Friede schreibt, nun schon über 80 Jahre alt, über seine Jugend) kommt alles wie aus erster Hand rüber und all die Gefühle, der Schrecken und das Elend treffen den Leser mit doppelter Kraft. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass Eugen Herman-Friede nicht nur die schlimmen Dinge seiner Kindheit beschreibt, sondern ebenfalls die, wenn sich auch in der Unterzahl waren, Lichtblicke und hoffnungsvollen Momente, wie zum Beispiel seine erste große Liebe Helga oder die Arbeit für die Widerstandsbewegung. Mein Fazit: Dieses Buch sollte sich keiner entgehen lassen! Ich vergebe 5 Sterne.
Julia Gurol (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Deutsche Geschichte