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All the strangest things are true von Tucholke, April Genevieve, Jugendbücher, Aus dem Leben, Spannung

All the strangest things are true

Tucholke, April Genevieve

Übersetzung: Brauner, Anne

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Thienemann

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783522202329

Inhalt

Wink: ein bisschen seltsam, zurückhaltend, mit wildem rotem Haar und einer ausufernden Fantasie.

Poppy: das schöne Biest, das alle manipuliert, aber den nicht bekommt, den sie eigentlich haben will.

Midnight: ein unsicherer Junge, hin- und hergerissen zwischen beiden.

Sie alle erzählen ihre Geschichte. Eine Geschichte, in der die verrücktesten Dinge wahr sind. Was ist wirklich passiert? Jemand weiß es. Jemand lügt. Wem kannst du trauen?

Bewertung

Obwohl er Poppy liebt, ist Midnights Umzug endlich eine Chance von Poppy wegzukommen und ihrer Tyrannei zu entfliehen. Stattdessen tritt nun die ruhige und eigenartige Wink in sein Leben, welche als weitaus freundlicherer Umgang erscheint und das komplette Gegenteil von Poppy ist. Doch so leicht kann man der manipulativen Poppy nicht entkommen. Frustriert durch die Unerreichbarkeit ihres eigentlichen Ziels, setzt sie sich in den Kopf Midnight und Wink das Leben zur Hölle zu machen, wobei ein komplexes Lügennetz entsteht.

 

Die einzelnen Kapitel aus Sicht der drei Protagonisten sind sehr kurz und schließen nicht nahtlos aneinander an, sodass man als Leser kontinuierlich vor der Frage steht, welchem Erzähler man trauen kann. Midnight ist hierbei der Ruhepol der Geschichte mit seiner gutherzigen Art, während Poppy die vermeintlich suggestive Antagonistin darstellt. Charakteristisch für Wink dagegen ist ihre kindliche und fantasievolle Art. Besonders für sich gewinnen konnte die Autorin mich mit ihrer geschickten Figurenkonstellation und ihrem Spiel mit dem Leser.

Die Atmosphäre im Buch ist sehr mysteriös und schwankt stetig zwischen Realität und Fiktion. Sie ist für ein Jugendbuch sehr eigenartig und lässt sich am ehesten mit der Atmosphäre aus „Solange wir lügen“ vergleichen, da die Handlung zu Beginn des Buches noch sehr schlicht ist, dann aber einen immer brisanteren Lauf nimmt. Der Schreibstil und vor allen Dingen die Sprache der Protagonistin Wink hat einen poetischen Hauch. Sehr verwirrt haben mich allerdings die häufigen Anspielungen auf rein fiktive Bücher. Und auch das Ende konnte mich trotz seinem überraschenden Umschwung nicht so recht überzeugen und hat mich eher kalt gelassen.

 

„All the strangest things are true“ ist ein wirklich einzigartiges Jugendbuch. Die Atmosphäre im Buch ist sehr geheimnisvoll und rätselhaft, wobei die Autorin den Leser des Öfteren in die Irre führt. Ich empfehle das Buch Jugendlichen ab 14 Jahren und vergebe 4 Sterne.

 

Ellen Bartsch (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung