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Als mein Vater ein Busch wurde von van Leeuwen, Joke, Kinderbücher, Kinderliteratur, Aus dem Leben

Als mein Vater ein Busch wurde

und ich meinen Namen verlor

van Leeuwen, Joke

Übersetzung: Ehlers, Hanni

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Gerstenberg

Empfohlen ab: 10 Jahre

ISBN: 9783836954679

Inhalt

Bevor Todas Vater ein Busch wurde, war er Feinbäcker. Jeden Tag buk er 20 Sorten Kuchen und drei Sorten Torte. Aber dann begannen die einen, gegen die anderen zu kämpfen, und Todas Vater musste weg, um die einen gegen die anderen zu verteidigen. Zum Glück hat er ein Buch, in dem erklärt wird, wie man sich tarnen kann, z. B. als Busch. Toda bleibt bei ihrer Oma, bis der Krieg auch zu ihnen kommt und es zu gefährlich für ein Kind wird. Toda soll über die Grenze gehen, nach woanders, wo ihre Mutter wohnt. Der Weg nach woanders ist weit und steckt voller Gefahren und Abenteuer. Doch Toda gibt nicht auf!

Bewertung

In der Geschichte geht es um ein Mädchen dessen richtiger Name nie genannt wird. Sie hat einen langen Namen mit vier k´s drin. Den können die Einwohner von dem Land, in das sie reisen muss, nicht aussprechen. Die letzten vier Buchstaben ihres richtigen Namens ohne k sind t o d a und so wird sie von nun an genannt. In dem Buch geht es aber auch um Todas Familie. Ihre Mutter ist von zu Hause weggegangen, bevor Toda ein Jahr alt war. Als ihr Vater in den Krieg musste, wohnte sie eine ganze Weile bei ihrer Oma. Toda mochte ihre Oma sehr. Weil aber in ihrem Land Krieg herrscht, soll sie alleine über die Grenze zu ihrer Mutter, damit sie in Sicherheit ist. Bevor Todas Vater in den Krieg gehen musste, war er Feinbäcker. Bevor er ging, gab er Toda ein Buch. Es hieß: "Was jeder Soldat wissen muss". Darin gab es ein Kapitel über Tarnung und es war auch ein Bild darin mit einem Soldaten, der sich als Busch getarnt hatte. Seitdem dachte Toda, dass ihr Vater ein Busch geworden ist, weil er jetzt ja auch ein Soldat war.
Die Geschichte beschreibt die abenteuerliche und manchmal auch gefährliche Reise von Toda über die Grenze aus Sicht des Kindes. Sie beginnt die Reise mit einer Gruppe, die sie dann aber verliert. So versucht sie auf eigene Faust zu ihrer Mutter zu gelangen. Sie erzählt von den Menschen, die ihr dabei begegnet sind. Manche waren nett, andere eher unfreundlich und einige konnten oder wollten ihr auch nicht weiterhelfen, manche wollten sie sogar daran hindern, die Grenze zu überschreiten.
Ich fand die Geschichte eher traurig, aber die traurige Situation wurde lustig und mit Witz geschrieben. Wenn es nicht um so etwas Schlimmes wie Krieg ginge, wäre es eine tolle Geschichte, in der es unter anderem auch um Freundschaften, Zusammenhalt und Vertrauen ging. Ich bin froh, dass bei uns kein Krieg ist. Die Geschichte wird mit einfachen Worten erzählt, weil Toda noch klein ist und aus ihrer Sicht erzählt wird, aber die Bilder, die die Geschichte in meinem Kopf entstehen lässt, sind manchmal doch beängstigend.
Ich empfehle das Buch allen, die gerne traurige Bücher in lustiger Verfassung lesen. Die Geschichte ist neutral, das heißt sie ist für Mädchen und Jungen geeignet. Das Buch sollte, da es ja auch um Krieg geht, erst ab ca. 10 Jahren gelesen werden.
Ich vergebe dafür 3 von 5 möglichen Sternen, weil es so ein ernstes Thema ist.
Namira Hoeppner (10) :: Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben