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Am Anfang war das Ende von Casta, Stefan, Jugendbücher, Abenteuer, Spannung

Am Anfang war das Ende

Casta, Stefan

Übersetzung: Kicherer, Birgitta

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Sauerländer

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783737350808

Inhalt

An einem Dienstag im November geht die Welt unter. Ein sintflutartiger Regen reißt alles mit sich. Auch Judit und ihre Freunde werden fortgespült. Tagelang treiben sie im schier endlosen Wasser umher, bis sie erschöpft an ein Ufer gelangen. Aber das neue Land ist verwüstet und vergiftet. Verzweifelt versuchen die vier Freunde alles, um zu überleben. Doch dann entdecken sie etwas, womit sie nicht gerechnet haben: Sie sind nicht allein …

Bewertung

Als Judit mit ihren Freunden in ein riesiges Unwetter gerät, suchen sie nahe ihrer Schule Unterschlupf. Es regnet heftig und das Wasser steigt immer höher. Als sie dann mitgerissen werden, schwimmen sie an Autos und kaputten Häusern vorbei, und alle haben Angst. Dann wird ihnen schwarz vor Augen.
Als sie wieder aufwachen, gelingt es ihnen, lebend an Land zu kommen und sie finden schon bald ein Haus und eine Scheune auf dem Land. Als sie sie das Haus betreten, sind alle geschockt: Die Bewohner des Hauses sind wie eingefroren, tot mit schwarzen Augen.
Im Haus suchen die Freunde erst mal Unterschlupf, während das Wetter immer wieder kippt: es wird extrem heiß und dann beginnt wieder der Regen, der alles um sie herum zerstört. Auch die ganze Landschaft scheint wie ausgestorben zu sein- nirgends ist ein Geräusch zu hören und alle Arten von Leben sind verschwunden.
Doch die vier Jugendlichen fassen einen Entschluss: Sie wollen sich ein Leben auf dem Bauernhof aufbauen. Aber schon bald werden die Ressourcen knapp und allen mangelt es an Essen und Trinken. Also gehen Judith und ihre Freundin Dinah los, um die Umgebung zu erkunden. Je weiter sie kommen, desto komischer wird die Situation. Und dann treffen sie auch andere Menschen, doch diese wollen ihnen bestimmt nichts Gutes, da sie mit Gewehren bewaffnet durch die Umgebung patroullieren… Werden sie es schaffen lebend zurück zu kommen- und wenn ja, wie soll es weiter gehen?
Mir gefällt das Buch recht gut, dennoch haut es mich nicht um. Die Idee, das Buch in drei Abschnitte zu teilen, „Die Zeit davor“, „Danach“ und „Am Anfang war das Ende“ , gefällt mir gut.
Das Buch ist aus der Sicht Judits geschrieben, die die ganze Zeit mit ihren Freunden zusammen ist. Judit wird während der Geschichte oft von Visionen überrascht, die wahrscheinlich von dem Klimawechsel und ihrer Angst verursacht werden. Das ist auch eine gute Idee, dennoch finde ich, das die Visionen den Spannungsaufbau unterbrechen und so eher kontraproduktiv sind. Auch sind es für mich zu viele, ein oder zwei würden reichen.
Der nächste Kritikpunkt ist die Story, die zwar auf einer guten Idee basiert, aber für meinen Geschmack passiert zu wenig, so dass es teilweise langatmig wird. Auch der Schluss ist mir zu offen, und ich hätte gerne noch gewusst, wie es weiter geht ...
Insgesamt finde ich, dass das Buch auf einer gute Idee basiert, dennoch ist es meiner Meinung nach verglichen mit anderen „Weltuntergangsbüchern“ schwach und daher allenfalls geeignet für „mal eben zwischendurch“. Ich empfehle es an Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren und vergebe 3 Sterne.
Marius Trapp (16) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung