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Anna und Anna von Inden, Charlotte, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie

Anna und Anna

Inden, Charlotte

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Hanser

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783446241725

Inhalt

Anna und Jan verbindet eine tiefe Freundschaft. Doch dann verliebt sich Anna in Jan, und der zieht auch noch ganz weit weg. Zum Glück gibt es Großmutter Anna, die nicht nur genauso heißt, sondern auch genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn einem plötzlich etwas fehlt. Als endlich der ersehnte Brief von Jan eintrifft, ist Oma Anna die Erste, die davon erfährt. Und Enkelin Anna ist die Einzige, mit der ihre Großmutter über Henri spricht, den mysteriösen Unbekannten, dem sie die ganze Zeit Briefe schreibt, die sie aber nie abschickt. Kann es Zufall sein, dass Jan und Henri beide in Amsterdam wohnen?

Bewertung

Die 11-jährige Anna leidet sehr darunter, dass ihr bester Freund Jan mit seiner Mutter nach Amsterdam gezogen ist. Doch zum Glück gibt es noch ihre Großmutter Anna, nach der sie benannt wurde. In ihren Briefen kann Anna ihrer Oma alles erzählen. Umso mehr freut sie sich natürlich, als Oma Anna zu ihnen zieht. Zusammen sind sie die Piraten vom Rosensteg (Oma hat sogar ein richtiges Holzbein) und natürlich begleitet Oma Anna ihre Enkelin, als sie von Jan nach Amsterdam eingeladen wird. Gemeinsam haben sie eine wunderschöne Zeit und als Jan Anna küsst erfährt ihre Oma natürlich als Erste davon. Aber auch Oma Anna hat einen Verehrer, Henri, der plötzlich in Amsterdam auftaucht. Beide sind überglücklich, doch soll Oma Anna wirklich mit Henri auf Weltreise gehen und wieso schreibt Jan Anna plötzlich keine Briefe mehr? Doch zum Glück haben sie ja einander, Anna und Anna, für immer und ewig, oder?
„Anna und Anna“ ist ein wunderschöner Roman, der nach dem Lesen ein warmes Glücksgefühl zurücklässt. Man begleitet Anna und ihre Oma über einen Zeitraum von mehreren Jahren und beide Protagonistinnen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Der ganze Roman besteht aus Briefen von Anna, Oma, Jan und Henri. Anna nimmt den Leser mit auf ihren aufregenden und lustigen Weg des Erwachsenwerdens und gleichzeitig sieht der Leser auch aus Oma Annas Blickwinkel auf die Ereignisse. Beide Sichtweisen sind glaubhaft und ansprechend dargestellt. Es gibt viele lustige Begebenheiten und ich musste immer schmunzeln, wenn die Großmutter Briefe an ihr amputiertes Bein schreibt und ihm erzählt, was es gerade alles verpasst. Auch die Freundschafts-/Liebesgeschichten zwischen Anna und Jan bzw. Anna und Henri werden von der Autorin feinfühlig und auch einer jüngeren Zielgruppe entsprechend herausgearbeitet, wirken authentisch und lassen den Leser mitfiebern. Doch es gibt auch, vor allem gegen Ende des Buches, ernstere Passagen und ein lange gehütetes Familiengeheimnis. Manchmal war es etwas schwer, den Briefen zu entnehmen, wie viel Zeit inzwischen vergangen ist und als Anna älter wird werden auch die Briefe weniger, oder sie werden nur erwähnt, und nicht abgedruckt.
Das Buch erzählt nicht nur eine wunderbare Oma-Enkelin Geschichte, sondern zeigt auch, wie wichtig es ist, auch in der heutigen Zeit noch Briefe zu schreiben: um Geschichten und Ratschläge aufbewahren und auch nach langer Zeit wieder nachlesen zu können. Das Cover passt mit seiner schlichten Art sehr gut zu der Geschichte, wirkt gleichzeitig aber auch edel und zeitlos. Ich denke, „Anna und Anna“ ist ein sehr schönes Buch, das Leser in allen Altersklassen begeistern kann und durchaus nicht nur etwas für Mädchen ist. Ich vergebe sehr gute 4 Sterne.
Tessa Scholler (16) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie