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Ans dunkle Ufer von Johann, A.E., Jugendbücher, Historie, Historie

Ans dunkle Ufer

Band 1

Johann, A.E.

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2008

Verlag: Thienemann

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783522181464

Inhalt

In seinem großen historischen Roman erzählt der Bestsellerautor A.E. Johann (1901–1996) von der frühen Besiedlung Kanadas im 18. Jahrhundert. Engländer, Franzosen und Deutsche gehörten zu den ersten Einwanderern, die das unermesslich weite Land eroberten und urbar machten. Sie alle träumten von Freiheit und Selbstbestimmung. Genauso wie das junge Ehepaar Walther und Anke Corssen aus der Lüneburger Heide.

Bewertung

Anke und Walther Corssen träumen gemeinsam den Traum von der großen Freiheit. Beide in ihrer Heimat, der Lüneburger Heide unglücklich und geächtet, brechen sie schließlich mit einer Auswanderungsflotte nach Kanada auf, wo sie in Neuschottland zusammen noch einmal ganz neu anfangen wollen. Doch angekommen in dem hochgelobten freien Land, müssen sie feststellen, dass Angst und Probleme auch vor Neuschottland nicht Halt machen. Politische Machtkämpfe walten dort; Frankreich und England kämpfen um die Kolonie Neuschottland - und sie tun dies nicht gerade gewaltfrei. Zudem kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den weißen Migranten und den Indianern, den Ureinwohnern des Landes. Doch Walther und Anke wollen sich nicht in die politischen Haarspaltereien fügen, und gehen ihren eigenen Weg….
"Ans dunkle Ufer" ist ein wunderschöner Roman über Migration und die politischen Kämpfe in Kanada Ende des 18. Jahrhunderts, eingebettet in eine romantische Geschichte zweier mutiger Liebenden, die sich nicht in diese Kämpfe fügen wollten. Der Autor schreibt wahnsinnig gefühlvoll, sodass das Buch so richtig unter die Haut geht. Die Umgebung und die Geschehnisse sind so genau beschrieben, dass der Leser die Gefühle der Protagonisten fast selber miterleben kann und richtig mitfiebert. Bei mir wurde dieses Gefühl noch verstärkt, da ich mich in vielen Situationen in Anke wieder finden konnte und mich gut mit ihr identifizieren konnte. Ich hab dadurch die Geschichte aus ganz anderen Augen gesehen, nämlich aus Ankes und habe somit einen ganz anderen Blickwinkel auf das Geschehen bekommen. Gut fand ich auch, dass der Autor sehr realistisch geschrieben hat, wie das Ehepaar Corssen und ihre Freunde auf Neuschottland versuchen sich ein neues Leben aufzubauen. Er hat nämlich sehr unverfälscht geschrieben, alle Höhen und Tiefen geschildert und nicht durch ausschmückenden Schnickschnack die positiven Seiten der Auswanderung verstärkt dargestellt. Dadurch wirkt das Buch noch echter und eindringlicher. Insgesamt: ein eindrucksvoller Roman vor der Kulisse Neuschottlands, den ich allen ab 14 empfehle. Ich vergebe 5 Sterne.
Julia Gurol (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

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