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Buddha-Boy von Sonnenblick, Jordan, Jugendbücher, Aus dem Leben, Aus dem Leben

Buddha-Boy

Sonnenblick, Jordan

Übersetzung: Bean, Gerda

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Carlsen

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783551582515

Inhalt

San Lee weiß, was es heißt, der Neue in der Klasse zu sein. Schließlich ist er oft genug umgezogen. "Immer mit den Wölfen heulen", hat ihm sein Vater eingebläut, bloß nicht auffallen. Aber welche Identität darf´s diesmal sein: Sportskanone? Zu anstrengend. Skater? Dafür ist er nicht cool genug. In einer Geschichtsstunde wird ihm klar: Er wird den Zen-Buddhisten geben. Komischerweise nehmen ihm das alle ab. Aber als das süße Beatles-Mädchen sich für ihn zu interessieren beginnt, wird die Sache kompliziert.

Bewertung

Jordan Sonnenblicks „Buddha-Boy“ handelt von San Lee, einem Achtklässler, der ständig umziehen muss. Als er mit seiner alleinerziehenden Mutter nach Harrisonville zieht, überlegt er sich, welche Identität er sich zulegen möchte. Ein Ruf als Sportskanone? Skater? Seiner chinesischen Abstammung verdankt er sein asiatisches Aussehen, und da er zufällig viel über den Buddhismus weiß, liegt für seine neuen Mitschüler der Verdacht nahe, dass San ein waschechter Buddhist ist. Der Junge greift das auf und forscht ein wenig über den Zen-Buddhismus nach. Währenddessen lernt er Woody kennen, ein außergewöhnlich mutiges und bildhübsches Mädchen, und beginnt, für sie zu schwärmen. Er versucht, sie zu beeindrucken und merkt, dass Woody sich sehr für seine „Religion“ interessiert. Deswegen verbringt er immer mehr Zeit in der örtlichen Bibliothek, sitzt morgens vor der Schule noch auf einem Stein und macht „Zazen“, eine Art Meditation. Seine Beliebtheit steigt und die Schüler suchen mittlerweile schon seinen Rat als Zenmeister, doch es wird auch immer schwieriger für San, seine gar nicht chinesische Adoptivmutter und sein wahres Leben zu verstecken. Es droht alles aufzufliegen, gerade wo er Woody näher denn je ist und er eine Basketballmannschaft durch seine selbst ausgedachen „buddhistischen“ Trainingsmethoden zum Sieg verhelfen konnte ...
Jordan Sonnenblick hat hiermit ein wunderbar witziges Buch geschrieben. Ich habe oft gelacht und die sarkastischen Gedanken von San Lee sind toll. Permanent grinsend habe ich das Buch verschlungen, und auch wenn die Hauptfigur 1-2 Jahre jünger ist als ich und ziemlich pubertär, konnte ich mich ziemlich gut in ihn hineinversetzen. Ich habe mit ihm mitgefiebert bis zum Schluss und werde das Buch auch gerne ein zweites Mal lesen. Außerdem hat die Geschichte auch einen informativen Hintergrund: Man erfährt ein wenig über den Buddhismus und Meditation, außerdem zeigt der Autor, dass man sich nicht hinter einer Maske verstecken soll. Erstens fliegt das wahrscheinlich sowieso auf und zweitens ist es ein Haufen Arbeit. Was wäre denn so schlimm daran, wenn San Lee zugegeben hätte, dass er ein ganz normaler Junge ist? Man soll immer man selbst bleiben. Das Buch ist ein witziger Roman für zwischendurch, und wenn man nicht ein aufwühlendes, zum Nachdenken anregendes Meisterwerk erwartet, dann wird man die 206 Seiten lachend verschlingen. Ich empfehle das Buch für 10-14-jährige Mädchen als auch Jungs (Ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem ich wirklich das Gefühl hatte, dass Jungs sogar den größeren Lesespaß haben, doch Jordan Sonnenblick hat das toll gemacht!) und vergebe dem Roman 5 Sterne.
Daria Lipsky (14) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben