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Danger Express von Oppel, Kenneth, Jugendbücher, Abenteuer, Abenteuer, Historie, Spannung

Danger Express

Oppel, Kenneth

Übersetzung: Hansen-Schmidt, Anja

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Aladin

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783848920877

Inhalt

Es ist der längste und spektakulärste Zug der Welt! Mit 12 Kilometern Länge sind in seinen 978 Waggons fast 7.000 Menschen untergebracht. Rußgeschwärzte Männer schaufeln im Akkord Kohle, um die stärkste Dampflok seit Menschengedenken in Bewegung zu setzen. Mitreisende: Diplomaten, Kolonisten, ein ganzer Zirkus, ein goldener Gleisnagel und eine Leiche. Der 16-jährige Will begleitet seinen Vater auf der Jungfernfahrt des "Trans-Kanada-Express". Zufällig wird er Zeuge eines mörderischen Komplotts und damit selbst zur Zielscheibe der Täter. Will muss auf schmerzliche Weise erfahren, dass das Böse viele Gesichter hat.

Bewertung

Der Junge Will ist der Sohn eines Arbeiters, der die Strecke für den Trans-Canada-Express fertiggestellt hat. Am Abend, als sein Vater endlich nach sehr langer Zeit zurückkommen soll, steht er am Bahnhof und wartet auf ihn. Plötzlich wird er vom Leiter der Arbeiten Herrn Van Horne angesprochen: Dieser will ihn mit in die Berge nehmen, damit Will sowohl seinen Vater sehen als auch die Strecke erkunden kann. Also entscheidet sich Will spontan, das freundliche Angebot anzunehmen, und folgt Van Horne. Doch in den Bergen kommt plötzlich eine Lawine ins Rollen und der Leiter der Arbeiten kommt nur dank Wills Vater mit dem Leben davon. So werden sie gute Freunde und Wills Vater macht auch Karriere. Als Van Horne drei Jahre später stirbt, wird Wills Vater zum neuen Leiter der Eisenbahngesellschaft, doch auf der Jungfernfahrt wird der Wärter eines mit wertvollen Gegenständen gefüllten Wagons umgebracht. Da Will den Schlüssel vom Wagon gefunden hat, wird er von den Mördern verfolgt, die nicht von einem weiteren Toten zurückschrecken.

 

Mit diesem Buch habe ich nicht nur Spaß gehabt, sondern auch zum ersten Mal viel über Züge nachgedacht. Obwohl der Trans-Canada-Express erfunden ist, habe ich in Internet rausgefunden, dass die Eisenbahn in Kanada eine sehr wichtige Rolle gespielt hat und es dort die längste Eisenbahnstrecke der Welt mit 4457 Km gibt. Heute sind Züge nicht so spektakulär wie in diesem Roman, wo Züge so viele Wagons mit so vielen speziellen Menschen oder Attraktionen haben. Es gibt Wagons mit Schwimmbädern, die einen Glasboden hatten, unter dem Fische schwammen, es gibt Friseursalons, verschiedene Restaurants und Bars und auf ca. jedem 20. Wagon gibt es einen Bremser. Diese Figur existierte wirklich, denn Bremser waren Leute, die auf ein Signal des Zuges (ein lautes Pfeifen) an Hebeln zogen, damit die Räder zum Stehen kommen. Das klingt vielleicht nicht so spannend, doch diese Leute mussten dafür sogar ihr Leben riskieren und waren für die Zugspassagiere lebenswichtig.

In diesem Roman hat es mich auch beeindruckt, dass ein normaler Gleisarbeiter zum Leiter einer unglaublich wichtigen Bahngesellschaft werden konnte. Ich konnte mich gut in Will hineinversetzen und habe mich für ihn gefreut, dass so viele Leute ihm helfen wollten und auf seiner Seite waren. Allerdings habe ich auch ein paar Mal meine eigenen Entscheidungen getroffen und hätte nicht so gehandelt wie er. Ich wurde vom Handeln des Zirkusdirektors überrascht, da ich ihn anders eingeschätzt hatte, und im Buch gibt es viele weitere Überraschungen. Das Coverbild ist schön gestaltet und auch auf der ersten Seite des Buches kann man den Motor und die Räder eines Zuges sehen, die wie fotografiert aussehen, aber gemalt sind. Das Buch ist ziemlich dick, doch davon sollte man sich nicht beeinflussen lassen, da diese schnell gelesen sind, weil die Geschichte so fesselnd ist.

Ich empfehle diesen Roman an Jungen und Mädchen ab 13 Jahren und vergebe ihm seine wohlverdienten 5 Sterne.

 

Matteo Schmidt (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

 

Der Trans-Kanada-Express ist mit 7.000 Passagieren der längste Zug der Welt. In den Abteilen fahren die Reichen in den ersten Waggons, die Unterschicht in den letzten. Will ist auch Passagier, und sein Vater ist Lokführer. Als Will bei einem Haltestop Zeuge eines Mordes wird, und das nicht unerkannt, erfährt Will wie es ist, ständig auf der Hut zu sein. Denn Will muss sich unerkannt von der 3. bis zur 1. Klasse vorschmuggeln, um seinen Vater vor ihnen zu warnen, doch dann passiert etwas ganz Unerwartetes.

 

Ich fand das Buch supercool. Es war von Anfang an unterhaltend und spannend. Das Buch ist von einem meiner Lieblingsautoren, von dem ich bisher gar nichts Schlechtes gelesen habe. Dazu wurde es nie langweilig. In der Story geschahen Dinge, die für mich nicht vorhersehbar waren. Das Buch hat eindeutig 5 Sterne verdient, weil es auch nichts Negatives zu sagen gibt.

 

Lennard Köhnen (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Historie, Spannung