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Dann mach ich eben Schluss von Fehér, Christine, Jugendbücher, Aus dem Leben, Problemthemen

Dann mach ich eben Schluss

Fehér, Christine

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: cbt

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783570161159

Inhalt

Und was, wenn Max einfach einen Schlussstrich ziehen wollte? Es allen zeigen: seinem Manager-Vater, der ihn nur nach Leistung beurteilte. Seiner unterkühlten Freundin Annika, die ihn ständig umkrempeln wollte. Seinem besten Freund Paul, der gleichzeitig sein stärkster Konkurrent war. Seinem Lehrer, der nur in Noten denkt. Seiner großen Liebe Delia, die ihn verlassen hat. Einfach abhauen. Ruhe haben. Ist es das, was Max wollte, als er sein Auto gegen den Baum steuerte? Oder stand er einfach unter Schock, weil er etwas herausgefunden hatte, das ihm den Boden wegzog? Max hat Freunde und Familie in Trauer gelähmt zurückgelassen. Stückchen für Stückchen müssen sie das Bild seines Lebens zusammensetzen, um die Antwort zu finden. Und jeder hat ein Puzzleteil Schuld hinzuzufügen …

Bewertung

Ein Unfall: Ein Auto rammt eine Eiche und kommt von der Spur ab. Drei Verletzte, ein Toter. Max. Tot. Neben die schreckliche Trauer um ihn drängt sich den um ihn Trauernden eine Frage auf. War es Selbstmord? Warum hätte er sich umbringen wollen? Die Frage ist überwältigend, doch je länger man darüber nachdenkt, desto mehr Sinn ergibt die Theorie von Suizid. Und desto mehr wird sich Max Umfeld darüber im Klaren, dass es vielleicht hätte Max davon abbringen können, sich das Leben zu nehmen, hätte es sich ihm gegenüber anders verhalten. Tragen sie die Schuld? Seine Schwester, Eltern und Freunde? Und vor allem: wie denkt Max selbst darüber?
„Dann mach ich eben Schluss“ erzählt aus der Sicht vieler verschiedener Personen die Geschichte eines Jungen, der sich das Leben nimmt. Sie beschreibt die für viele undenkbare Lebenslage, so verzweifelt zu sein, dass selbst das Leben nichts mehr wert erscheint. Der Leser sieht einen Weg vor sich, wie es soweit kommen kann. Das Buch ist mit einem traurigen und dramatischen Ton geschildert, denn die Hauptfigur spielt der Tod, der in allen Blickwinkeln, in jeder Erzählperspektive in anderer Form vorhanden ist. Seine Gegenwart wühlt den Leser auf und lässt ihn nachdenken, über sein eigenes Leben. Das Buch erzählt über Stress und Druck im Elternhaus, Konkurrenzkampf mit den besten Freunden und eine heimliche Liebe. So viele Faktoren kommen zusammen, so viele Figuren, die den Leser mit ihrer eigenen Sichtweise eine Zeit lang begleiten. Die Gefühle, die den Leser begleiten sind unterschiedlich und auch so interpretierbar. Man kann sich entweder freuen, und sehen, wie schön doch das eigene Leben ist und dass man es nicht einfach so hergeben sollte. Man versucht, nicht den gleichen Fehler zu machen wie Max. Aber das Buch kann auch traurig machen, denn die Vorstellung an den Tod ist keineswegs fröhlich. Es ist traurig mitanzusehen, dass ein junger Mensch sich für den Tod entscheidet.
Der Leser kommt nicht sehr schnell mit dem Buch voran, man darf sich kein Buch vorstellen, dass man nicht aus der Hand legen kann, denn manchmal wird es etwas langweilig und ich musste mich teilweise zwingen, weiterzulesen. Man muss den Stoff durchkauen und ihn verstehen. Aber ganz am Ende ist doch eine interessante Handlung eingebaut, die letzten Seiten, in denen der Leser innerlich noch einmal das ganze Buch wiederholt. Doch trotzdem ist es für meinen Geschmack etwas zu traurig und zu ernst. Ich empfehle das Buch für Leser ab 14 Jahren und ich gebe 3 Sterne.
Rebekka Mattes (13) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

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