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Das Lied der Banshee von Nowack, Janika, Jugendbücher, Fantasy, Fantasy

Das Lied der Banshee

Nowack, Janika

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2011

Verlag: PAN

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783426283394

Inhalt

Als Aileen erfährt, dass sie die letzte Banshee ist, glaubt sie an einen schlechten Scherz. Sie soll eine Gestalt aus der irischen Sagenwelt sein? Sie soll den Tod von anderen Menschen vorhersagen und mit ihrer Stimme Magie wirken können? Das ist doch vollkommen absurd! Ihre seltsamen Träume und ein Zwischenfall, den sie sich beim besten Willen nicht erklären kann, bringen sie jedoch ins Grübeln.
Das junge Mädchen ahnt noch nicht, dass ihr Abenteuer mit dieser Enthüllung erst beginnt. Dass sie in eine Welt eintauchen wird, in der Mythen und Legenden keine Erfindung sind. Dass sie zusammen mit Sirenen, Wassermännern und Nymphen den Kampf gegen ein uraltes Wesen aufnehmen muss. Und dass sie sich verlieben wird. In einen guten Freund, der plötzlich nicht mehr in diese neue Welt passt ...

Bewertung

Aileen hat zwar keinen guten Draht zu ihren Eltern und lebt in einem Wohnheim, doch ihr Leben verläuft recht solide. Sie wird in einer Schreinerei ausgebildet und hegt heimliche Gefühle für ihren Kollegen Thomas. Doch sie verbietet sich mehr in ihm zu sehen, als einen Mitarbeiter und eine freundschaftliche Basis mit ihm zu haben. Als Aileen nach einem Konzert alleine nach Hause geht, wird sie überfallen und zusammengeschlagen. Ihre Angreifer wollen sie töten, aber Aileen kann sie auf magische Weise stoppen. Seit diesem Angriff nimmt ihr Leben gefährliche Konturen an. Sie erfährt, dass sie eine Banshee, eine Todesfee ist. Mit ihrem Gesang kann sie töten und in ihren Träumen sieht sie den Tod anderer voraus. Sie ist zwar mächtig, hat ihre Kräfte jedoch noch nicht unter Kontrolle. Jemand möchte verhindern, dass sie sich voll entwickelt und setzt alles daran, sie zu töten. Da tritt Macius, ein Wassermann, in ihr Leben und lehrt sie, ihre wunderbare Magie zu nutzen. Zu allem Überfluss wird auch noch ihre Liebe Thomas mit in die tödlichen Anschläge verwickelt. Wer steht hinter den bösen Bedrohungen und will sie aus dem Weg räumen? Wird Aileen dieser höheren Macht entkommen und mit der Hilfe ihrer Freunde ihre Fähigkeiten vollkommen ausbilden können? Das Lied der Banshee steht beinahe ganz alleine gegen die dunklen Kräfte und muss für einen Sieg singen.
Das Cover dieses Jugendromans ist äußerst schön und ansprechend gestaltet. Ich habe mir diese Geschichte ganz anders vorgestellt, als sie dann verlief. Sie war kindlicher, als ich es mir gewünscht hätte und nicht ganz so überzeugend. Ich muss es anders ausdrücken: Die Handlung ist sehr erwachsen und relativ brutal an einigen Stellen, die Charaktere wirken aber sehr kindlich, naiv, teenagerhaft und jung. Somit hat Janika Nowak in ihrem insgesamt annehmbaren Debüt zwei Komponenten und Gegensätze geschaffen, die eine Disharmonie darstellten.
Teilweise sah ich "Das Lied der Banshee" als eine Pflichtlektüre an und musste mich zwingen weiterzulesen. Deswegen habe ich insgesamt länger als eine Woche an diesem Werk gelesen, was nicht gerade für diesen Roman spricht. Ein wenig genervt war ich von der Hauptperson Aileen. Ihre eigene Liebe zu Thomas springt einem beinahe ins Gesicht, dennoch muss sie diese Gefühle unterdrücken und leugnen. Nach 300 Seiten hin und her und abwägen, ob sie vielleicht doch mehr für ihn empfindet oder ob er es tut oder ob sie ihre Freundschaft für eine Beziehung mit ihm aufs Spiel setzen möchte oder nicht, hatte ich echt ein wenig genug davon. Ständig wiederholten sich diese Denkweisen, was ein wenig Monotonie aufkommen ließ.
Dennoch gibt es einige gute Punkte, wodurch Janika Nowaks Werk durchaus lesenswert wurde. Die Handlung erfährt viele Wendungen, die ich nicht erahnen konnte und das Ende war zwar ziemlich offensichtlich, aber schön beschrieben und doch noch einmal fesselnd. Am Besten gefallen haben mir die Illustrationen. Diese ziehen sich fortlaufend durch den Roman und vermitteln eine kribbelnde Grundstimmung. Diese Zeichnungen waren nicht nur hübsch anzusehen, sondern unterstützten auch noch den Inhalt des Buches. Das hat mir sehr gefallen und das Niveau stark angehoben. Ebenfalls abwechslungsreich und unterhaltsam waren einige Perspektivenwechsel. Diese beschreiben auf mystische Art und Weise aus der Sichtweise des Bösen die Pläne, um Aileen loszuwerden. So bekam ich Gedankenfetzen aus dem anderen Lager mit, was eine gute Methode ist, um ein besonderes Feeling entstehen zu lassen.
"Das Lied der Banshee" weist zwar einige Faktoren auf, die meinen Lesefluss sehr störten, doch alles in allem gibt es auch einiges Positives. Manchmal konnte ich mich gut in die Situationen hineinfinden, doch das war eher die Ausnahme und ich habe mich leider nie in der Handlung verlieren können. So vergebe ich äußerst großzügig angesetzte 4 von 5 Sternen!
Charlene Sander (17 Jahre) - Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy