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Das Mädchen ohne Maske von Hardinge, Frances, Jugendbücher, Fantasy, Fantasy

Das Mädchen ohne Maske

Hardinge, Frances

Übersetzung: Ernst, Alexandra

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Freies Geistesleben

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783772527722

Inhalt

In der unterirdischen Stadt Caverna erschaffen die Meister ihrer Zunft unvergleichliche Dinge: Weine, die Erinnerungen auslöschen, Käse, die Halluzinationen hervorrufen, und Parfüms, die ihren Träger für andere vertrauenswürdig machen. Die Leute im oberirdischen Caverna sind gewöhnlicher, bis auf eines: ihre Gesichter sind leer und reglos wie frischer Schnee. Nur die Mienenschmiede können vermitteln, wie man ein Gefühl zeigt (oder vorspiegelt).
In den streng gehüteten Käse-Tunneln dieser misstrauischen Welt lebt Neverfell. Ihr hinter einer Maske verborgenes Gesicht macht sie gefährlich, und ewig wird es nicht verborgen bleiben. Wer ist sie? Wie kommt sie hierher? Warum belauern sie die Leute von Caverna? Neverfell geht auf gefährlichen Wegen in dieser faszinierend schönen Stadt, bis sie versteht, dass nichts ist, was es scheint.

Bewertung

Die Hauptperson in dem Buch ist die 14-jährige Neverfell. Neugierig und auch etwas naiv. Sie lebt seit ihrem 7. Lebensjahr beim Käsemeister und hat keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Dennoch ist sie ein fröhlicher und neugieriger Mensch. Vorerst bleibt die Vergangenheit des Mädchens im Dunkeln.

Tief unter der Erde lebt der Käsemeister Grandible. Grandible ist ein mürrischer alter Zausel, durchaus liebenswert auf seine Art und lebt zurückgezogen in seiner „Festung“. Eines Tages entdeckt er in seinem Käse Spuren und entdeckt ein 7-jähriges Mädchen im Quark. Er tauft es Neverfell und nimmt sich seiner an. Da das Gesicht von Neverfell anders ist, muss sie bei Besuchen eine Maske tragen.

Eines Tages bekommst Grandible Besuch von der Mimenschmiedin Madame Appelpine. Neverfell ist sofort fasziniert von der Frau. Eines Tages, eigentlich auf der Jagd nach einem Kaninchen, entdeckt Neverfell ein Loch in der Wand und bricht aus. Dort trifft sie auf drei Kinder, die auf dem Weg zu Madame Appelpine sind. Vorerst erschrocken über Neverfells Aussehen, kommen sich die Kinder näher. Und schon beginnt das Abenteuer.

 

Das Buch hat ca. 600 Seiten, welche in einzelne Kapitel eingeteilt sind. Das Cover des Buches zeigt ein Mädchengesicht von der Seite auf schwarzem Untergrund und in geschwungenen blauen Buchstaben ist der Titel des Buches aufgedruckt.

 

Ich fand die Idee der Story von Anfang an sehr interessant, dass Menschen unter der Erde leben können ohne Tageslicht und auch ohne Gesichtsmimik geboren werden. Am Anfang fand ich die Erzählweise der Schriftstellerin anders als bei herkömmlichen Fantasyromanen. Aber je mehr man liest, desto mehr fasziniert einen die Idee und die Art und Weise der Geschichte. Man ist sofort drin im Geschehen. Die ersten Seiten sind noch etwas langatmig aber danach geht es Schlag auf Schlag.

Die Schriftstellerin hat eine ganz eigene Art Dinge zu beschreiben und auszuschmücken, dennoch bleibt einem selber auch noch genug Vorstellungsfreiraum. Sie schafft es mit ihren Worten eine fantastische neue Welt zu erschaffen. Am Ende des Buches sind alle Fragen beantwortet und die Story ergibt ein rundes Ganzes.

 

Frances Hardinge spielt mit Worten. Dafür bekommt dieses Buch von mir die volle Sternezahl.


Emma Leia Dressler (14) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy