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Das Nest von Oppel, Kenneth, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie, Grusel, Krankheit

Das Nest

Oppel, Kenneth / Klassen, Jon

Übersetzung: Komina, Jessika , Knuffinke, Sandra

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Dressler

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783791500058

Inhalt

Steve durchlebt eine schwere Zeit: sein neugeborener Bruder kämpft um sein Leben und fordert damit natürlich alle Aufmerksamkeit seiner Eltern. Währenddessen zeichnet sich vor dem Dachüberhang bedrohlich ein Wespennest ab. Als sich eines Nachts die Wespenkönigin in Steves Träume einschleicht und ihm anbietet, das Baby zu "reparieren", scheinen seine Wünsche erhört zu werden. Doch die Dinge nehmen eine finstere Wendung, als Steve erkennt, was wirklich mit dem Kleinen geschehen soll.

Bewertung

Das Buch „Das Nest“ von Kenneth Oppel ist in der Perspektive des Jungen Steven geschrieben. Steven hat gerade einen kleinen Bruder bekommen, namens Theo. Theo ist schwer krank. Dessen Krankheit belastet die ganze Familie, die Eltern sind nur noch für Theo da, müssen häufige Arztbesuche wahrnehmen, um Steven kümmern sie sich kaum noch. Eines Tages bemerkt Steven ein Wespennest am Balkon ihres Hauses. Er wird von einer Wespe gestochen. Auf diesen Wespenstich reagiert er allergisch.

Steven hat häufig Alpträume und will seiner Mutter schon gar nichts mehr davon erzählen, weil sie sich deshalb große Sorgen um ihn macht. In seinen Alpträumen sieht er oft am Ende seines Bettes einen Mann, der ihn beobachtet, so dass Steven große Angst bekommt und sich immer die Bettdecke über den Kopf zieht. Eines Nachts hat er den Traum, dass eine Wespe erscheint, genau gesagt die Wespenkönigin. Diese redet über seinen kleinen Bruder, Theo. Die Wespenkönigin schlägt vor, Theo durch einen „perfekten“ Theo zu ersetzen, dieses Wesen züchten sie in ihrem Nest. Dieser Traum kehrt oft wieder und die Wespenkönigin erzählt immer wieder unglaubliche Dinge, z. B. dass sie ihn, Steven, gestochen haben, um seine DNA zu bekommen, damit sie den perfekten Jungen ähnlich wie Steven züchten können. Steven probiert zunächst, das Wespennest zu entfernen, was ihm aber nicht gelingt. Er redet auch mit seinem Vater darüber, dass das Wespennest entfernt werden muss. Die Träume werden immer schlimmer und die Familie hat sich ein Babyphone gekauft und sie hören ein Kind über das Babyphone schreien – zunächst glauben sie, dass Theo schreit, Steven stellt dann aber fest, dass Theo ganz ruhig daliegt, er befürchtet, dass es das Kind aus dem Nest gewesen sein könnte!

 

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist völlig anders als die Bücher, die ich bisher gelesen habe. Die Geschichte ist skurril und extrem fesselnd. Das Buch ist sehr gruselig und gespenstisch. Manchmal war das Buch für mich aber etwas unverständlich, weil man Realität und Traum nicht mehr unterscheiden konnte. Mir gefällt der Umschlag sehr gut. Es sind einige wenige Bilder enthalten, die in Schwarzweiß abgebildet sind. Das Buch liest sich relativ leicht und es ist nicht sehr dick.

 

Leonard Rein (11) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie, Grusel, Krankheit