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Das Schicksal ist ein mieser Verräter von Green, John, Jugendbücher, Aus dem Leben, Liebe

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Green, John

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Hanser

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783446240094

Inhalt

"Krebsbücher sind doof!", sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch.

Bewertung

Die 16-jährige Hazel hat sich damit abgefunden, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und sich seitdem von ihren Freundinnen zurückgezogen. Sie will versuchen, so wenig Menschen wie möglich traurig zurückzulassen, wenn sie stirbt, doch als sie in der Selbsthilfegruppe ihrer Kirche den witzigen und intelligenten Augustus trifft fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Er, ein Junge, der durch Knochenkrebs eins seiner Beine verloren hat und sie, ein Mädchen, das wegen seinem Lungenkrebs nicht einmal mehr alleine atmen kann. Ihre Freundschaft steht nicht gerade unter einem guten Stern, aber schon bald wird Augustus zu Hazels bestem Freund, mit dem sie stundenlang über philosophische Fragen diskutieren kann und der immer eine unangezündete Zigarette im Mundwinkel hat, diesem tödlichen Ding aber nicht die Macht gibt ihn zu töten. Ihre Freundschaft entwickelt sich zu etwas ganz besonderem und als Hazel von ihrem größten Wunsch erzählt, den Autor ihres Lieblingsbuches „Ein herrschaftliches Leiden“ kennenzulernen, setzt Augustus alles daran ihren Traum zu verwirklichen. Gemeinsam mit Hazels Mutter machen sie sich auf die Reise nach Amsterdam, um den Autor zu fragen, wie die Geschichte weitergeht, nachdem das Buch mitten im Satz endet. Doch die Reise bringt noch ganz andere Dinge ans Licht und sie merken, dass manche Ewigkeiten länger dauern als andere.
Hazel selbst sagt, dass Krebsbücher doof sind, doch diese Geschichte hätte ihr ganz bestimmt gefallen. Der Krebs ist zwar ein wichtiger Bestandteil dieses Buches, aber steht keineswegs im Mittelpunkt. Dem Autor ist es wichtiger, die Beziehung zwischen den beiden, aber auch die Gefühle der Mitmenschen darzustellen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Hazel erzählt und der Erzählstil des Autors ist sehr packend. Es gibt sehr viele lustige Passagen, denn Hazel und Augustus haben einen ganz besonderen Humor, vor allem wenn sie über ihre Krankheit sprechen, doch es gibt auch sehr ernste Stellen, bei denen der Autor aber auch immer die richtigen Worte findet. Dieses Buch regt zum Nachdenken an: Über den Tod, aber auch über das Leben und wie sehr sich die Prioritäten der beiden Hauptpersonen doch oft von den eigenen unterscheiden. Natürlich sind einige Stellen sehr traurig und ich hatte nicht selten Tränen in den Augen, aber das sollte niemanden davon abhalten dieses Buch zu lesen.
Dieses Buch ist ein Lese-Muss und hat eindeutig das Zeug zum Bestseller. Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen.
Tessa Scholler (15) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Kurz und knapp: Ich hatte das große Glück, dieses wunderbare Buch vor der Jugendredaktion zu lesen und möchte es nun gar nicht mehr rausrücken. "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" war mein erster John Green und sein eindringlicher Schreibstil hat mich sehr berührt. Obwohl das Thema Krebs vorrangig ist, steht es nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Dort stehen Hazel und Gus, ihre Freundschaft, ihre schon sehr erwachsene Sicht auf ihre Krankheit und die erste zarte Liebe. Ich habe jede Seite dieses Buches genossen und bin überzeugt, dass die Jugendredaktion gleichermaßen begeistert sein wird.
Stefanie Leo :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Liebe