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Das Spiel von Liebe und Tod von Brockenbrough, Martha, Jugendbücher, Liebe, Liebe, Tod & Trauer

Das Spiel von Liebe und Tod

Brockenbrough, Martha

Übersetzung: Komina, Jessika , Knuffinke, Sandra

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Loewe

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783785582626

Inhalt

Erscheint Juli 2016

 

Romeo und Julia, Kleopatra und Mark Anton, Napoleon und Josephine, sie alle waren schon Figuren in dem jahrtausendealten Spiel von Liebe und Tod. Die Regeln sind einfach. Verlieben sich die Paare vor dem ausgewürfelten Termin, hat die Liebe gewonnen, trennen sie sich, triumphiert der Tod und einer der Liebenden muss sterben.

 

Immer wieder steht Henry vor der Tür des Jazzclubs, in dem Flora allabendlich singt. Er ist hingerissen von der schönen jungen Frau, ihrer Stimme und ihrer Musik. Flora dagegen versucht lange, sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Ihre Haut ist schwarz und eine Beziehung mit einem weißen jungen Mann ist im Seattle des Jahres 1937 völlig ausgeschlossen.

 

Was Flora und Henry nicht wissen: Sie sind nur Figuren in einem uralten Spiel, in dem die Liebe selbst und ihr alter Widersacher Tod menschliche Gestalt angenommen haben. Und beide nutzen all ihre manipulativen Fähigkeiten, um zu gewinnen.

Bewertung

Der Jugendroman „Das Spiel von Liebe und Tod“ von Martha Brockenbrough erzählt eine Geschichte, die genauso spannend wie romantisch ist.

Liebe und Tod spielen seit Jahrtausenden ein uraltes Spiel, in dem sie die Leben ihrer nichtsahnenden Spieler setzen. Verlieben und küssen diese sich bis zum verabredeten Termin hat Liebe gewonnen und die Spieler dürfen leben. Tun sie dies allerdings nicht, wird Tod sich ihre Seelen einverleiben und ihnen ihre Leben nehmen.

Liebe, der bisher noch kein einziges Mal gewonnen hat, ist wild entschlossen dafür zu sorgen, das dieses Spiel anders wird, allerdings stehen die Karten schlecht für Henry und Flora, denn sie leben im Jahre 1937 an der Westküste der Vereinigten Staaten und Henry ist weiß und Flora schwarz, wodurch ihre Leben scheinen, als wären sie für immer unvereinbar voneinander getrennt. Das einzige, was sie verbindet, ist die Musik.

 

Das Buchcover gefällt mir nicht schlecht. Es ist eher minimalistisch gehalten, aber der aussagekräftige Titel ist in diesem Fall ein guter Hinweis, der viel über die Geschichte verraten kann. Die Schlichtheit des Covers lässt das Buch hervorstechen und die verschiedenen Schriftarten betonen den bereits sehr auffälligen und großen Titel.

Die Autorin hat eine personale Erzählweise verwendet, sowohl aus der Sicht von Flora und Henry, als auch aus der von Liebe und Tod. Die Erzähler wechseln abhängig vom Verlauf der Geschichte, wodurch zusätzlich Spannung erzeugt wird. Das Besondere an diesem Roman ist, das es nicht nur eine oder zwei Protagonisten, sondern vier, gibt. Durch die vielen Perspektivwechsel bekommt man als Leser die Möglichkeit, viele verschiedene Standpunkte einzunehmen und dadurch das Spiel viel besser nachzuvollziehen und den Überblick zu behalten.

Der Schreibstil der Autorin ist ausdrucksstark, zudem spielt der Roman im Jahre 1937, was von ihr ebenfalls, zum Beispiel durch eine zum Teil etwas altertümlichere Wortwahl, verarbeitet wird, allerdings zu keinem Umfang, das der Roman schlecht verständlich oder schwer zu lesen wäre.

 

Bei dem Jugendroman „Das Spiel von Liebe und Tod“ handelt es sich um einen äußerst spannenden, unterhaltsamen Roman, der sich mit dem Erwachsenwerden, der ersten Liebe, aber auch mit Rassismus, Intoleranz und der Lebensweise der Menschen kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges, beschäftigt.

Empfehlen würde ich „Das Spiel von Leben und Tod“ Erwachsenen als auch Jungen und Mädchen ab 14 Jahren. Ich vergebe 4 Sterne.

 

Annina Hacheney (17) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Liebe, Tod & Trauer