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Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler von Murail, Marie-Aude, Kinderbücher, Kinderliteratur, Historie

Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler

Die Bücher mit dem blauen Band

Murail, Marie-Aude

Übersetzung: Scheffel, Tobias

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2011

Verlag: Fischer

Empfohlen ab: 11 Jahre

ISBN: 9783596854431

Inhalt

Eine erfundene Autobiographie von Beatrix Potter

Von Anfang an mag man die einsame, merkwürdige und neugierige kleine Charity. Das Mädchen untersucht Tiere und Pflanzen, malt akribisch Aquarelle, deklamiert Shakespeare und wartet unverdrossen darauf, dass eines Tages etwas geschieht. Mit dreizehn verliebt sie sich in den unkonventionellen Kenneth. Doch bis sich diese Liebe erfüllt, vergehen viele Jahre.

Der Leser taucht ein in Politik und Gesellschaft des viktorianischen Englands im Aufbruch, entdeckt das moderne Theater und Darwin. Und er sieht Charity zu, wie sie das wird, was George Bernard Shaw als »moderne Frau« bezeichnet, sich emanzipiert und sich Unabhängigkeit erkämpft.

Bewertung

"Das ganz und gar unbedeutende Leben der Charity Tiddler" ist die erfundene Lebensgeschichte eines jungen Mädchens, der Ich-Erzählerin des Buches. Sie ist geschrieben für Kinder ab 10 Jahren. Die Geschichte spielt in England und beginnt im Jahr 1875 kurz vor dem fünften Geburtstag von Charity. Charity ist ein Einzelkind, ihre zwei Schwestern sind direkt nach der Geburt gestorben. Ihre Eltern sind sehr reich und streng. Charity soll gut erzogen sein und heiraten. Es war eine Schande zu der Zeit, mit 20 Jahren noch nicht verheiratet zu sein. Üblich war es auch, dass sich alle, auch Verwandte, gesiezt haben. Charity geht nicht in die Schule, sondern wird zu Hause unterrichtet. Sie ist sehr einsam, spielt nicht mit anderen Kindern und ihre Mutter hat immer etwas an ihr auszusetzen. Sie mag Shakespeare und kann fast alle seine Werke auswendig aufsagen. Das Buch handelt davon, wie Charity langsam erwachsen wird. Es beschreibt ihr Leben bis zu ihrer Hochzeit. Sie entdeckt ihr Interesse an Tieren und Malerei. Sie kann weder tanzen, noch Klavier spielen und sie sieht auch nicht gut aus (sehr zum Ärger ihrer Mutter). Charity wird aber ein sehr glücklicher Mensch, obwohl ihre Mutter sie für verrückt hält. Ihr größter Wunsch ist es, Autorin für Kinderbücher zu werden.
Das Buch hat nicht wie andere Bücher eine Einleitung, einen Haupt- und einen Schlussteil. Es ist ähnlich wie ein Tagebuch geschrieben. Es ist nicht spannend oder aufregend. Es ist aber eine sehr schöne Geschichte über ein Mädchen in England in der Vergangenheit. Das Buch ist überwiegend in Dialagen geschrieben wie in einem Theaterstück. Es ist sehr gut verständlich und hat viele wunderschöne Bilder (vor allem von Tieren) von Philippe Dumas. Es ist mal ein ganz anderes Buch und es war sehr interessant zu lesen, wie Kinder in der Zeit groß geworden sind. Mädchen hatten es damals wohl nicht so leicht (ich heirate sicher nicht vor 30). Es ist ein Buch, das man lesen muss! Daher vergebe ich 5 Sterne!
Emily Törner (10) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Historie