Kinderbücher  >  Kinderliteratur
Der Junge und der Elefant von Campbell-Johnston, Rachel, Kinderbücher, Kinderliteratur, Abenteuer, Alltag & Familie, Aus dem Leben, Natur & Tierwelt, Problemthemen

Der Junge und der Elefant

Campbell-Johnston, Rachel / von Gierke, Henning

Übersetzung: Diestelmeier, Katharina

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Aladin

Empfohlen ab: 11 Jahre

ISBN: 9783848920457

Inhalt

Durch Zufall muss Bat, ein Hirtenjunge aus der Savanne, die grausame Tötung eines Elefanten ansehen. Als er ein verwaistes Elefantenjunges entdeckt, nimmt er es mit in sein Dorf. Dort zieht er das Elefantenmädchen, das sie Meya nennen, fünf Jahre lang groß. Bat kann sich ein Leben ohne Elefant nicht mehr vorstellen, doch seine Großmutter weiß, dass der Tag kommt, an dem Meya dem Ruf der Wildnis folgen muss. Der Abschied trifft Bat mitten ins Herz. Auch die Idylle des Dorflebens findet ein jähes Ende, als Bat und seine beste Freundin Muka von Rebellen gekidnappt werden, um sie zu Kindersoldaten auszubilden. Von einem Tag auf den anderen finden sich die Kinder inmitten eines Strudels der Gewalt wieder. Als ihre Verzweiflung am größten ist, geschieht etwas Magisches. Etwas, auf das Bat seit Langem gehofft hat.

Bewertung

In dem Buch geht es um einen Jungen namens Bat. Er lebt in einem Dorf in Afrika zusammen mit seiner Oma. Als er wie jeden Tag seine Kühe auf die Felder treibt, bemerkt er Wilderer in der Nähe. Er versteckt sich hinter einem Busch und ist froh, dass sie ihn nicht bemerkt haben. Sie haben eine Elefantenkuh erschossen, worüber Bat sehr traurig ist. Nach ein paar Tagen findet er ein kleines Elefantenbaby, von dem er vermutet, dass es zu der toten Kuh gehörte. Da es nicht überleben könnte, beschließt er, es mitzunehmen. Er päppelt es auf und nennt es Maya.

Zusammen mit seiner neuen Freundin Muka bringt er Maya viele Sachen bei. Maya wird immer größer, doch eines Tages kommt ein Junge ins Dorf vor dem sich alle fürchten. Er ist sehr aggressiv. Die Jungen veranstalten immer Kämpfe, um den stärksten zu ermitteln. Der Junge ist sehr stark und alle haben Angst vor ihm. Er will gegen den Elefanten kämpfen, doch Bat hat Angst dass Maya etwas passieren konnte. Trotzdem "erlaubt" er es, denn er hat noch mehr Angst vor dem Jungen. Maya gewinnt den Kampf und der Junge verlässt, in seinem Stolz gekränkt das Dorf.

Als Maya langsam größer wird, bereitet Bats Oma ihn darauf vor, dass sie ihn bald wieder auswildern müssen. Die Kinder sind darüber sehr traurig.

 

Ich fand das Buch wunderschön. Die Gefühle der einzelnen Personen in besonderen Situationen wurden gut beschrieben und man konnte sich gut in die Personen hineinversetzen. Ausserdem ist das Buch sehr informativ. Man erfährt viel über das Leben in Afrika. Zum einen die Situation der Menschen dort, zum anderen auch die der Tiere. Zudem sieht man die Großherzigkeit vieler Menschen z. B. als Bats Oma am Anfang Geld für Maya ausgibt und Futter kauft, obwohl sie selber so gut wie kein Geld besitzt. Ein schönes Buch über Freundschaft und loslassen können, um das Beste für den anderen zu wollen.

 

Namira Hoeppner (12) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Alltag & Familie, Aus dem Leben, Natur & Tierwelt, Problemthemen