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Der Kinderdieb von Brom, Junge Literatur, Fantasy, Fantasy

Der Kinderdieb

Brom

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2010

Verlag: PAN

Empfohlen ab: 16 Jahre

ISBN: 9783426283295

Inhalt

Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie – und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr ...

Bewertung

Nick läuft durch die Nacht. Alleine und umgeben von Problemen. Der Kinderdieb ist ihm auf der Spur und bringt ihn in die letzte magische Welt: Avalon. In der neuen Welt angekommen, erkennt Nick schnell, dass der Kinderdieb, die vielen "geklauten" Kinder und Jugendlichen für seine Zwecke zum Kampf ausbildet. Er will Avalon vor dem Zerfall bewahren und holt aus diesem Grund immer mehr einsame, geschwächte Seelen in die gefährliche und fantastische Welt.
Dieser Fantasy-Horror-Roman, ist mehr als reichlich geschmückt, mit Adjektiven, die die Stimmung wiederspiegeln sollen. Dabei kommt es nicht selten zu maßlosen Übertreibungen, die einem das Gefühl geben, in der Geschichte nicht voran zu kommen. Überladene Szenen verbergen die eigentliche Geschichte unter einem Panzer überflüssiger Erklärungen. Und auch Phrasen wie: "Das Blut gefror ihm in den Adern" oder "ihm stockte der Atem" lassen das Facettenreichtum der gut ausgearbeiteten Charaktere zusammenschrumpfen. Das Buch ist in mehrere Kapitel und Teile gegliedert, sowie mit detailgetreuen Bildern ergänzt. Das diese Bilder die eigene Fantasie unterstützen, anstatt sie zu Fall zu bringen, bezweifle ich an dieser Stelle. "Der Kinderdieb" ist eindeutig nichts für Leser mit schwachen Nerven. Es wird eine Spannung aufgebaut und der Leser, der sich durch die inhaltsschweren Seiten arbeitet oder sie möglicherweise verschlingt wird nicht enttäuscht werden. Es wird keine klare Grenze zwischen Gut und Böse gezogen und genau dieser Aspekt verleiht dem Buch seinen Charakter. Ich empfehle es für Leser ab etwa 15 Jahren.
Mir hat das Buch nicht gefallen. Es hat mich überhaupt nicht gefesselt und die teils stereotypen Gedanken und Dialoge sorgten häufig dafür, dass ich der Fantasiewelt entrissen wurde und lediglich auf eine bedruckte Buchseite blickte. Ich vergebe 2 Sterne.
Sarah Meister (19 Jahre) – Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy