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Der Miesepups von Fuchs, Kirsten, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Anders sein , Freundschaft

Der Miesepups

Fuchs, Kirsten / Schmid, Cindy

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Voland & Quist

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783863911454

Inhalt

Der Miesepups haust in einer finsteren, unaufgeräumten Baumhöhle und könnte sich immerzu aufregen. Zum Beispiel über das Kucks, dieses dünne, rothaarige Gewackel! Jeden Morgen steht es mit einem Geschenk vor seiner Tür und fragt ihn: »Darf ich dich heute ankucken?« Das Kucks findet ihn nämlich schön. Zwar erscheint dem Miesepups eine Drei-Wünsche-Fee, doch irgendwie reichen die Wünsche nie aus, damit das Kucks verschwindet. Eines Tages aber tritt er vor seine Höhle und lässt das Kucks kucken. Und dann gehen sie zusammen los. Das Kucks hüpft, der Miesepups trampelt. Zusammen klingen sie wie ein schönes Lied.

Bewertung

Der Miesepups macht seinem Namen alle Ehre: Ein ziemlich missmutiger und unangenehmer Geselle ist er, wie er da so in seiner finsteren, unaufgeräumten Baumhöhle haust. Immerzu findet er etwas, worüber er sich aufregen könnte – zum Beispiel über die drei Tierchen, die eines Tages vor seiner Behausung auftauchen. Und selbst als eine Fee auftaucht und ihm drei Wünsche erfüllen will, ist er nicht zufrieden. Denn obwohl sie sogar gleich mehrfach kommt, will es einfach nicht klappen mit den richtigen Wünschen – und ausgerechnet das neugierige Kucks, das den Miesepups immerzu anstarrt, vergisst er immer wieder wegzuwünschen. Bloß ist das Tierchen so niedlich und bemüht sich so sehr, dass der Miesepups wider Willen beinahe ein wenig Gefallen an dem kleinen Kerl findet ...

 

Die außergewöhnliche, bewusst mit Harmonien brechende Collagentechnik ist ebenso gewöhnungsbedürftig wie die ausgesprochen textlastige Geschichte, die oft schmunzeln, bisweilen aber auch kopfschütteln lässt und manchmal ebenso sehr wie Stückwerk erscheint wie die Bilder des Buchs. Auch die Warmherzigkeit muss man zwischen den Zeilen ein bisschen suchen, und nach der letzten Seite erwartet man eigentlich zumindest noch einen abrundenden Schlusssatz. Insgesamt ist das Buch somit ein Experiment, das sicherlich die Geister scheidet, gefallen kann, aber nicht zwangsläufig muss, in jedem Fall jedoch im Gedächtnis bleibt.

 

Fabienne Pfeiffer :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Anders sein , Freundschaft