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Der Ruf des Henkers von Springorum, Björn, Jugendbücher, Historie, Abenteuer, Historie

Der Ruf des Henkers

Springorum, Björn

Rating Star

Erscheinungsjahr: 0

Verlag: Thienemann

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783522202169

Inhalt

England, Mitte des 19. Jahrhunderts Unfreiwillig gerät Richard Winters in die Hände des berüchtigsten Henkers von ganz England. An der Seite von William Calcraft führt er fortan das finstere Leben eines Henkerslehrlings. Rasch merkt er, dass sein strenger Meister ein Geheimnis verbirgt, das seine Welt für immer aus den Angeln heben wird. Richard muss beweisen, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist. Doch als er in London ausgerechnet seine große Liebe wiedertrifft, steht urplötzlich noch viel mehr auf dem Spiel …

Bewertung

„Der Ruf des Henkers“ spielt im Mittelalter in England und handelt von einem Henker namens William Calcraft, den es tatsächlich gegeben hat. Die Geschichte ist aber ansonsten frei erfunden. Im Laufe der Geschichte findet William Calcraft einen Lehrling namens Richard Winters, der in der weiteren Handlung des Buches zur Hauptfigur wird. Insgesamt geht es in dem Buch um Monster, die Wechselbälger heißen. Hierbei handelt es sich um Kreaturen, die auf den ersten Blick Menschen ähneln und über Portale (z. B. über Flüsse) aus ihrer Welt in die Menschenwelt gelangen können. Diese Wechselbälger planen einen Krieg gegen die Menschen und warten nur auf den richtigen Augenblick, um zuzuschlagen. Sie sind sehr bösartig.

Nur wenige Menschen wissen von der Existenz der Wechselbälger und über die Gefahren, die von ihnen ausgehen. William Calcraft, der Henker, ist einer, der die Gefahr erkennt und es sich deshalb zur Lebensaufgabe gemacht hat, gegen die Monster zu kämpfen.

Richard Winters ist ein Jugendlicher und lebt mit seinem Vater, der sehr religiös ist, in einem kleinen Dorf. In diesem hat er eine Freundin namens Elizabeth. Seine Freundin wird immer wieder mit unheimlichen Gegebenheiten – Morden und Entführungen – in Verbindung gebracht. Richard hat auch das Gefühl, dass Elizabeth ihn oft ausnutzt, er sieht aber darüber hinweg, weil er schrecklich in sie verliebt ist. Eines Tages soll sie durch eine Mordanklage an den Galgen gebracht werden, weshalb William Calcraft in das Dorf kommt. Richard ist komplett von der Unschuld Elizabeths überzeugt und handelt daher mit Calcraft, der ihn als Lehrling haben will, den Deal aus, dass Richard mit dem Henker geht und dafür Elizabeth verschont wird.

Nach und nach weiht der Henker Richard in immer mehr Geheimnisse zu den Wechselbälgern ein. Irgendwann verschlägt es sie wegen der Hinrichtung eines Wechselbalges nach London. Dort trifft Richard seine Freundin Elizabeth wieder…

 

„Der Ruf des Henkers“ ist von der Story einzigartig. Mir hat richtig gut gefallen, dass es bis zur letzten Seite offen ist, wie die Geschichte ausgeht. So erfährt man noch auf der letzten Seite Dinge, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat.

Das Buch beginnt sehr spannend, hat einen langatmigen Mittelteil, bei dem ich mich fast schon überwinden musste, es fertig zu lesen. Wenn man weiterliest, wird man aber belohnt, weil das Finale absolut fesselnd und spannend ist.

 

Die Geschichte ist absolut empfehlenswert für alle, die gerne gruselige und spannende Bücher lesen.

Das Buch hat 343 Seiten und ist nicht zwingend auf eine Fortsetzung ausgelegt. Ich vergebe wegen des schwachen Mittelteils 4 von 5 Sternen.

 

Vincent Rein (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Historie