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Der Ruf des indischen Elefanten von Mennen, Patricia, Jugendbücher, Historie, Abenteuer, Erwachsenwerden, Ferne Länder

Der Ruf des indischen Elefanten

Mennen, Patricia

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Coppenrath

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783649617556

Inhalt

Die 16-jährige Tara Harley lebt seit dem Tod ihrer Mutter in Irland bei ihrer Tante Nell und ihrem Onkel Fergus. Nach einem heftigen Streit mit dem jähzornigen Fergus beschließt Tara jedoch, ihre Heimat zu verlassen, um nach ihrem Vater zu suchen, den sie bislang für tot gehalten hat. In den Hinterlassenschaften ihrer Mutter findet sie einen Brief von einem Mann namens Henry Lawrence, der sich als ihr Vater ausgibt und vor ihrer Geburt als britischer Offizier nach Indien versetzt wurde. Tara heuert, verkleidet als Küchenjunge George, auf einem Schiff an, das Kurs auf Bombay nimmt. Während der beschwerlichen Seereise freundet sie sich mit dem indischen Jungen Kareem an, der auf dem Weg zurück zu seiner kranken Mutter ist, und begleitet ihn bis in die nordindische Stadt Lukhnau. Dort arbeitet Henry Lawrence als Oberbefehlshaber der englischen Armee. Doch nicht nur Taras Beziehung zu Kareem nimmt mit einem Mal eine unerwartete Wendung, auch das Geheimnis um Taras Vater hält eine große Überraschung bereit …

Bewertung

Seitdem die junge Irin Tara ihre letzten Verwandten verloren hat, spukt nur noch ein einziger Gedanke in ihrem Kopf herum: Ihren geheimnisvollen Vater finden, den sie nie kennengelernt hat. Das Einzige, woran sie festhalten kann, ist ein indisches Elefantenamulett und sein Name, Sir Henry Lawrence. Also macht sie sich waghalsig auf nach Indien, das gerade, von den Briten besetzt, mitten im Bürgerkrieg steckt.

Auf dem Weg lernt sie Kasim kennen, einen jungen Inder, der ihr dabei helfen will, ihren Vater zu finden. Doch vor Ort stellt sich die Frage: wo fängt man an zu suchen in so einem großen und geheimnisvollen Land wie Indien?

 

Das Buch hat mir gut gefallen, es ist nicht allzu schwer zu lesen, sodass man sich nicht so sehr anstrengen muss und es stattdessen genießen kann. Vor allem den Reiseteil in der Handlung habe ich gerne gelesen, da Tara als außenstehende Irin viel über das ihr völlig fremde Indien lernt und in Erfahrung bringt.

Auch die Zeit der Handlung ist gut gewählt, denn so liest man über die historischen Ereignisse, wie den Bürgerkrieg in Indien und sieht das Geschehen aus zwei verschiedenen Perspektiven: Tara, eine Weiße, die inmitten der Krawalle ihren britischen Vater sucht, und auf der anderen Seite Kasim, ein junger Inder, der miterlebt, wie sein Land in den Aufruhr gerät.

Leider ist die Handlung teilweise schleppend und auch der Erzählstil kann nichts daran ändern, dass man das Buch dann ab und zu doch zur Seite legt. Es ist eine gute historische Abenteuergeschichte, wie es sie oft gibt und durch leider zum Teil vorhersehbare Ereignisse sticht sie nicht aus der Menge hervor. Aber nichtsdestotrotz ist es eine gute Geschichte für zwischendurch, mit deren Hilfe man Indien hautnah miterleben kann!

 

Ich empfehle das Buch für Leser ab 13 Jahren und vergebe 4 Sterne.


Rebekka Mattes (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Erwachsenwerden, Ferne Länder