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Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb von Stewner, Tanya, Jugendbücher, Liebe, Liebe

Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

Stewner, Tanya

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Fischer KJB

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783596854264

Inhalt

Wenn Juli nachdenken will, zieht sie sich auf ihre Lichtung zurück. Doch eines Tages ist sie nicht alleine dort. Ein Junge steht vor ihr, plötzlich und unerwartet. Ein Junge wie von einem anderen Stern, so schön und so geheimnisvoll ist er. Ihrer beider Liebe könnte die Welt verändern. Doch darf diese Liebe überhaupt sein?

Bewertung

Achja... Es wird Sommer. Also eigentlich ist es schon lange soweit, aber das Wetter spielt nicht so ganz mit. Was hilft dagegen besser als ein schönes Gute-Laune-Buch? Ist "Der Sommer in dem die Zeit stehenblieb" genau das Richtige dafür?

Ich sollte mir selbst leichtere Fragen stellen. Ehrlich gesagt habe ich mich sehr auf das Buch gefreut, da ich vorher schon einige sehr positive Meinungen gehört hatte. Und als ich es in der Post hatte hat mich das Cover auch gleich verzaubert. Wenn das nicht nach gute Laune, Happy End und Friede, Freude, Eierkuchen aussieht weiß ich auch nicht.

 

Es geht um die beinahe 17-jährige Juli, die eines Tages von einem Jungen auf ihrer Lichtung überrascht wird. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell eine Freundschaft, doch Julis neuer Freund hat ein Geheimnis, welches das Glück der Beiden bedroht.

 

Zunächst bin ich relativ gut in das Buch reingekommen, die Protagonistin fand ich - zumindest anfangs - sympathisch und der Schreibstil ist sehr locker. Der Schreibstil hat mich an manchen Stellen sehr an den von Kerstin Gier erinnert. Fans ihrer Bücher werden bestimmt Freude an diesem Buch haben, wenn sie nicht schon zu alt sind. Das war mein Problem mit diesem Buch. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich schon zu alt für dafür bin, obwohl die Protagonistin ja nur unwesentlich jünger ist als ich. Bei vielen Entscheidungen von Juli musste ich einfach nur den Kopf schütteln. Ihre Handlungen haben irgendwie nicht zu ihrem Alter gepasst und waren teilweise einfach nur kindisch und albern.

 

Kommen wir zu dem männlichen Hauptcharakter. Anjano heißt der Gute und wird dem Leser gleich von Beginn an als typischer Traumtyp vorgestellt. Da werden die Meinungen sicherlich auseinander gehen, für mich ist er allerdings aufgrund seiner Aktionen zum Ende hin in die Kategorie „Unzurechnungsfähig“ gerutscht.

 

Bei den Charakteren und dem Schreibstil konnte das Buch also nicht bei mir Punkten. Wieso habe ich es trotzdem zu Ende gelesen? Ganz einfach, die Idee, die in diesem Buch steckt ist toll. Anders als bei den meisten Jugendbüchern handelt es sich hierbei nämlich um eine Utopie, keine Dystopie. Die Vorstellungen, welche Tanya Stewner ausführlichst beschreibt, sind wie der Begriff Utopie schon sagt, zu schön um wahr zu sein, trotzdem sind sie sehr interessant. Das müssen sie allerdings auch sein, den einen großen Handlungsstrang gibt es hier ansonsten nicht. Wer zu diesem Buch greift sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Geschichte nur so vor sich hin plätschert. Spannung oder gar Action sucht man hier vergeblich. 

 

Fassen wir also zusammen: Die Idee, die hinter dem ganzen steckt ist überzeugend. Die Umsetzung leider nicht. Das kann allerdings auch daran liegen, dass ich womöglich schon zu alt für dieses Buch bin. Insgesamt gibt es von mir knappe 3 Punkte.


Svenja Becker (18) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Liebe