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Der Tag wird kommen von Vogt-Østli, Nina, Jugendbücher, Aus dem Leben, Problemthemen

Der Tag wird kommen

Vogt-Østli, Nina

Übersetzung: Lendt, Dagmar

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Coppenrath

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783649613862

Inhalt

Das Leben ist hart, wenn du ganz unten bist. Wenn deine Mutter keine Zeit für dich hat. Wenn dein Vater wünscht, du wärst nie geboren worden. Wenn der mieseste Schlägertyp der Schule dich auf seiner Abschussliste hat. Wenn sie auf dich einprügeln, Tag für Tag, bis du wie ein zitternder Haufen im Dreck liegst.Doch eines Tages können sie sich nicht mehr zusammenrotten – und dann bist du am Zug. Eines Tages werden sie sehen, wer du wirklich bist, was du wirklich kannst. Wozu du fähig bist. Aber bis es so weit ist, musst du überleben.

Bewertung

Hans-Petter versucht in der Schule unsichtbar zu sein, damit er nicht wieder zum Mobbingopfer der Klasse wird. Den Kopf einziehen und einfach alle Gemeinheiten ertragen, das ist seine Devise, denn irgendwann kommt seine Zeit da ist er sich sicher, aber zu erst einmal muss die Schulzeit überstanden werden.

Seine Unsichtbarkeit gerät gefährlich ins Wanken, als ihn sein Klassenlehrer anspricht an einem besonderen Projekt teilzunehmen. Zu Hause angekommen bekommt Hans-Petter dann auch noch eine Chatnachricht von einer völlig Fremden mit dem Namen Fera. Ob der gemeine Andreas und seine Freunde dahinter stecken? Dafür sind sie eigentlich nicht schlau genug, denkt sich Hans-Petter und beginnt sich mit Fera anzufreunden. Aber irgendwas stimmt mit Fera nicht, denn sie versucht Hans-Petter zu erklären, dass sie aus der Zukunft stammt. Das kann doch nicht sein oder?

 

Das Cover ist meiner Meinung nach sehr passend zum Inhalt des Buches gestaltet. Es ist ein Buch, das man so schnell nicht vergisst und sich um die Frage dreht „sind wir böse oder werden wir böse?“.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Hans-Petter geschildert, der mir anfangs sympathisch war, allerdings gegen Ende der Geschichte immer mehr zu einem Unsympath wird, was aber mit dem Handlungsverlauf der Geschichte zu tun hat und deshalb kein Kritikpunkt ist. Andreas, der Schulschläger, ist Hans-Petters größter Feind in der Schule. Hans-Petter versucht aus der Opferrolle herauszukommen und sieht dabei Rache als ein essentielles Mittel, was ich etwas anstrengend fand.
Fera, seine Chatfreundin, soll aus der Zukunft kommen. Hierbei ist die Zukunft von der Autorin sehr konkret ausgearbeitet, was mir sehr gut gefallen hat. Die Gespräche zwischen Fera und Hans-Petter haben mir an diesem Buch am besten gefallen, weil sie einerseits ein sehr spannendes Zukunftsszenario aufdecken und die beiden sich in ihren Gesprächen auch über tiefgründigere Fragen wie, wie man böse wird und ob man selbst die Verantwortung dafür trägt. Auch die Verbindung zwischen Fera und Hans-Petter, die sich zum Ende des Buches herausstellt, finde ich eine sehr interessante Idee. Diese Überlegung, welche ich noch nicht verraten möchte, hat mich sehr nachdenklich zurück gelassen. Das Ende war mir persönlich allerdings zu offen und ich hätte mir eine Ausführung gewünscht.


Das Buch lässt sich angenehm und schnell lesen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen für ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

 

Lena Hansen (17) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Problemthemen