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Der Troll und die wilden Piraten von Donaldson, Julia, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Abenteuer, Humor

Der Troll und die wilden Piraten

Donaldson, Julia / Roberts, David

Übersetzung: Kröll, Tatjana

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Knesebeck

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783868738278

Inhalt

Der grimmige Troll träumt von einem saftigen Ziegenbraten – aber immer gibt es nur langweiligen Fisch. Käpt’n Hank und seine Piratencrew dagegen lieben Fisch, aber keiner von ihnen kann kochen. Wenn sie doch nur den vergrabenen Schatz fänden! Dann könnten sie sich endlich einen richtigen Koch leisten. Aber es scheint, dass sie schon wieder zur falschen Insel gesegelt sind …

Als diese beiden Welten schließlich aufeinandertreffen, ist das Chaos vorprogrammiert.

Bewertung

Unter einer Brücke wohnt ein grimmiger Troll. Er träumt von Ziegenbraten, doch da leider nie eine Ziege vorbeikommt, muss er sich mit Fisch begnügen. Bis er sich aufmacht, um nach einer Ziege zu suchen. Zur gleichen Zeit schippert auf dem Ozean Käptn’ Hank mit seiner Piratenmannschaft. Die wiederum Fisch lieben, aber nicht kochen können. Allerdings sind sie auf der Suche nach einem Schatz – und von dem könnten sie sich nicht nur ein Kochbuch, sondern gleich einen Koch dazu leisten! Dummerweise landen sie stets an den falschen Inseln an. Gleich mehrfach geht es ihnen so, während der Troll auch immer wieder Pech hat. Irgendwann aber kommt der Troll zu einer Insel, wo er einen Schatz ausbuddelt, mit dem er nichts anfangen kann. Er kippt die Goldmünzen ins Meer – und als die wenig später eintreffenden Piraten davon hören, wollen sie ihn prompt über die Planke schicken. Was den Troll rettet: Er kann kochen. Blöd nur, dass die Leibspeise der Piraten eben Fisch ist ...

 

Julia Donaldson kennt man vor allem im Team mit Axel Scheffler. Ihre Geschichte vom Troll aber hat David Roberts illustriert. Warum? Tatsächlich hat Axel Scheffler in einem Interview gesagt, dass er von der Erzählung nicht ganz überzeugt war und ihr abgesagt hat. Daraus muss man nun keine voreiligen Schlüsse ziehen, denn Geschmäcker sind bekanntlich verschieden – aber irgendwie scheint der Text in seinem Charme doch ein wenig hinter den großen Würfen der Autorin zurückzubleiben.

Sehr viel Geduld jedenfalls müssen kleine Zuhörer mitbringen, um den Irrungen und Wirrungen zweier parallel erzählter und erst spät zueinander findender Handlungsstränge zu folgen. Auch wirkt der – nicht gereimte – Text ein wenig monoton, und die kuriosen Einfälle ebenso wie die Pointe am Ende fallen enttäuschend flach aus. Die Illustrationen sind durchaus witzig, lassen mit oft mehreren Panels auf einer Seite und in Kombination mit dem recht üppigen Text das Buch aber beinahe auch optisch überladen wirken. So bleibt am Ende eine recht nette Geschichte für alle, die ein bisschen Ausdauer mitbringen, aber wirklich zu berühren und zu begeistern vermag sie kaum.


Fabienne Pfeiffer :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Humor