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Die Ballade von der gebrochenen Nase von Svingen, Arne, Jugendbücher, Aus dem Leben, Anders sein , Freundschaft

Die Ballade von der gebrochenen Nase

Svingen, Arne

Übersetzung: Haefs, Gabriele

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Boje

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783414824318

Inhalt

Bart ist jemand, der dem Ärger am liebsten aus dem Weg geht. Trotzdem schickt ihn seine Mutter zum Boxunterricht, damit er sich verteidigen kann. Dabei gehört seine Leidenschaft der Musik. Er liebt Opern und singt heimlich. Das darf in der Schule natürlich nie jemand erfahren! Doch Bart hat die Rechnung ohne Ada gemacht. Sie ist so anders als all seine Mitschüler und stellt sein Leben von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf. Am Ende hat Bart nicht nur eine gebrochene Nase und ein paar Geheimnisse weniger, sondern auch eine echte Freundin.

Bewertung

Das Buch hat 14 Kapitel und 187 Seiten, Zeichnungen gibt es nicht, was ich aber nicht so schlimm finde. Auf dem Buchcover sind auf weißem Hintergrund viele schwarze Noten und ein Paar rote Boxhandschuhe zu sehen, woran schon zu erkennen ist, dass Musik und Boxen eine wichtige Rolle in der Geschichte spielen werden.

 

Der Held der Geschichte ist Bart, er ist 12 Jahre alt und wird bald 13. Seine Mutter hat ihn so genannt, weil ihr die Simpsons gut gefallen. Die Beiden wohnen in einem ziemlich verdreckten Haus, wo es auch Kriminelle und Drogensüchtige gibt. Barts Mutter hat keine Arbeit, sie schaut den ganzen Tag Fernsehsendungen an und trinkt manchmal zu viel Alkohol. Oft ist das Geld alle und dann gibt es nichts mehr zu essen. Vor Barts Oma versuchen sie das zu verheimlichen und erzählen irgendwelche ausgedachten Geschichten, aber sie merkt es trotzdem. Eigentlich ist Barts Mutter nett zu ihm, sie lobt ihn, weil er so ein braves Kind ist und verspricht ihm immer wieder, dass bald alles besser wird. So richtig glaubt Bart aber auch nicht mehr daran.

Zum Boxen hat ihn seine Mutter angemeldet, damit er sich immer gut verteidigen kann. Aber Bart mag Boxen nicht und ist dabei auch nicht besonders gut. Viel lieber hört er sich Opern an und singt heimlich im Badezimmer. Er kann sehr gut singen, nur nicht vor Publikum. In der Schule hat Bart keine richtigen Freunde, aber es gibt ein Mädchen, das ihm ziemlich gut gefällt. Ada heißt sie und bekommt von Bart eine CD mit seinen gesungenen Liedern. Weil sie meistens nichts für sich behalten kann, erfährt auch der Lehrer von Barts Gesangstalent und will unbedingt, dass Bart auf dem bevorstehenden Schulfest singt. Nun hat Bart noch ein Problem mehr. Er ist nämlich außerdem noch auf der Suche nach seinem Vater, ihm wird die Nase gebrochen, er lernt einen berühmten Opernsänger kennen und er will eine große Aufräumaktion organisieren. Dann passiert auch noch etwas mit seiner Mutter und die Ereignisse überschlagen sich.

 

Mir gefällt es sehr gut, wie das Buch geschrieben ist. Es ist flüssig zu lesen und spannend. Man kann sich gut in Bart hineinversetzen und bangt mit ihm mit, ob er alle seine Probleme lösen kann. Viele Sätze sind in englischer Sprache geschrieben, da hätte man besser noch eine Übersetzung hinzuschreiben können, weil es sonst Leser, die nicht schon einige Jahre Englisch lernen, wahrscheinlich nicht verstehen werden. Deshalb empfehle ich das Buch erst für Kinder ab ungefähr 11 Jahren. Ich denke, dass es Mädchen und Jungen gleich gut gefällt.

 

Jakob Nebe (11) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Anders sein , Freundschaft