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Die Erbin von Flandern von van Rijckeghem, Jean-Claude / van Beirs, Pat, Jugendbücher, Historie, Historie

Die Erbin von Flandern

van Rijckeghem, Jean-Claude , van Beirs, Pat

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2008

Verlag: Gerstenberg

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783836951647

Inhalt

Die Deutschlandfunk-Bestenliste Mai 2008

Wäre es nach dem Willen ihres Vaters gegangen, wäre Marguerite van Male ein Junge geworden – der Erbe, der die Linie der Males fortführen und eines Tages über Flandern herrschen wird. Es ist die Zeit des Hundertjährigen Krieges, geprägt von den Machtkämpfen der Herrschenden, von Pest und Aberglaube.
Der Graf von Flandern nimmt seine Tochter mit den schrecklichen Fuchshaaren kaum wahr, am liebsten würde er vergessen, dass sie existiert. Doch sein Wunsch nach einem Sohn bleibt unerfüllt, und Marguerites Mutter wird in ein Kloster abgeschoben. Marguerite vermisst ihre Mutter, aber sie spürt einen unbändigen Drang zu leben in sich, getrieben vom Hass auf ihren Vater und der Sehnsucht nach Anerkennung. Und sie will sich nicht fügen in das Schicksal, das ihr als Frau im 14. Jahrhundert vorherbestimmt ist. So reitet sie im Herrensitz, prügelt sich mit den Jungen am Hof, lässt sich von ihnen das Küssen beibringen und nimmt schließlich sogar Fechtunterricht, alles heimlich, versteht sich. Aber kann sie auch die von ihrem Vater eingefädelte Zweckheirat mit dem unausstehlichen Edmund von England verhindern?

Bewertung

Eigentlich hatte sich Marguerites Vater an ihrer Stelle einen Sohn gewünscht, dem er seinen Titel und das Reich vererben konnte. Doch nun wird Marguerite die zukünftige Gräfin von Flandern sein. Aber Marguerite denkt gar nicht daran sich wie einen artige Alleinerbin zu verhalten. Sticken, stricken und lernen, pah, das ist ihr alles zu langweilig. Viel lieber ist sie draußen, wo sie mit den Jungen vom Hof die Gegend erkundet, sich mit dem gemeinen Roderik prügelt und sich von Willem das Küssen beibringen lässt. Sozusagen als Krönung lernt sie dann heimlich das Fechten. Doch als sie älter wird, bestimmt ihr Vater den grässlichen Edmund von England zu ihrem Ehemann. Kann sie auch hier mit den Traditionen brechen und die Heirat verhindern?
„"Die Erbin von Flandern"“ ist eine wunderschöne, historische Geschichte und mit viel Witz und Spannung erzählt. Ich konnte tief in die Geschehnisse eintauchen und mich manchmal selbst in den Personen wiederfinden. Besonders gut gefällt mir Marguerites Unerschrockenheit und Mut, der ihr, wie auch im heutigen Leben zwar Siege, aber auch Strafen einbringt. Allerdings finde ich das Titelbild ziemlich unpassend. Es ist nur ein großes Gesicht zu sehen, das ernst blickt, was so gar nicht zu der, vor Witz und Energie nur so sprühenden, Geschichte passt. Ich empfehle dieses Buch ab 13 Jahren und vergebe 5 Sterne.
Julia Gurol (13 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

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