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Die Seiten der Welt von Meyer, Kai, Junge Literatur, Abenteuer, Abenteuer, Fantasy

Die Seiten der Welt

Blutbuch, Bd. 3

Meyer, Kai

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Fischer FJB

Empfohlen ab: 15 Jahre

ISBN: 9783841402264

Inhalt

Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?

Bewertung

Ich habe den dritten Teil der Reihe „Seiten der Welt“ von Kai Meyer gelesen. Es trägt den Namen Blutbuch. Passend zum Titel ist das Buch in rot gestaltet aber passend zum Design der anderen beiden Teile. Schon äußerlich ist die Trilogie ein absoluter Hingucker im Regal.

Der Titel des Buches ist in silbernen Buchstaben aufgedruckt. Der Klappentext verrät kurz um was es in dem Buch geht. Das Buch hat 523 Seiten. Diese sind in 50 Kapitel unterteilt und tragen keinen eigenen Titel. Die Schrift des Buches ist ausreichend groß. Der Schreibstil des Schriftstellers wie immer genial spannend.

 

Mit Spannung und Ungeduld habe ich die Veröffentlichung des dritten Bandes der Reihe erwartet. Lange hat mich keine Reihe so fasziniert und gepackt wie diese. Leider ist es der finale Band. Das Blutbuch knüpft nahtlos an den zweiten Band Nachtland an.

Das Buch ist größtenteils aus Sichtweise des Mädchens Furia geschrieben. Sie ist 16 Jahre alt. Mir ist die Hauptdarstellerin von Anfang an sehr sympathisch, weil wir beide die Liebe zu Büchern teilen. Sie hat wie ich einen kleinen Bruder. Ihr Bruder heißt Pip. Sie ist ein mutiges und aufgewecktes Mädchen. Es ist faszinierend, welche Entwicklung Furia in den drei Teilen durchlebt hat. Sie musste schnell erwachsen werden und die Rolle des Vorbildes für ihren kleinen Bruder übernehmen. Sie musste erleben, wie ihr Zuhause von einem auf den anderen Tag zerstört wurde. Ihr Zuhause ist mittlerweile der Rebellenhauptsitz geworden. Furia ist kein normales Mädchen. Sie muss lernen mit ihrer neuen Macht der Bibliomantik umzugehen. Das gelingt ihr von Tag zu Tag besser.

Einzelne Kapitel werden auch aus Sicht anderer Charaktere geschildert z. B. von Pip oder von Furias bester Freundin Cat. Durch die detailreiche und fantastische Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere kann man sich sehr schnell in die Handlungsstränge reinversetzen.

In diesem Band entwickelt sich die Beziehung von Jim Hawkins und Furia weiter. Jim Hawkins ist ein Exlibri, den Furia am Ende des zweiten Bandes traf. Aber auch zwischen Cat und Finnian sprühen die Funken. Furia wird eine große Verantwortung von Severin und Phaedra auferlegt. Furia wird nach den Geschehnissen im Sanktuarium von ihren Freunden getrennt. Sie trifft in den Nachrefugien auf Severin Rosenkreutz und lernt Phaedra Herculanea kennen. Die beiden nehmen starken Einfluss auf Furia. Auf der anderen Seite suchen Isis und Duncan nach Furia. Sie folgen den Spuren des alten Lehrers Atticus. Dieser ist mit den Sanktuarium untergegangen. Isis muss auch mit sich selbst kämpfen, da das Absolonbuch ihr immer mehr die Kraft raubt. Aber allen wird klar, dass die bibliomantische Welt kurz vor dem Untergang steht.

 

Ich gebe dem Buch die volle Sternezahl. Blutbuch schließt mit einem phänomenalen Finale ab. In dem Buch wird man überrascht mit neuen Wendungen und überraschenden Entwicklungen. Aber alle offenen Fragen werden bis zum Ende geklärt. Und dennoch hat es Kai Meyer wieder geschafft, dass es kurz vor Schluss einen Moment der absoluten Spannung gab und man innehält vorm Weiterlesen. Mein persönlicher Favorit ist Furias Schnabelbuch. Das Buch hat ein echt freches Mundwerk und quatscht wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Ich freue mich schon auf neue Werke von Kai Meyer.

 

Emma Dressler (15) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Fantasy