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Die große Wildnis von Torday, Piers, Kinderbücher, Kinderliteratur, Abenteuer

Die große Wildnis

Torday, Piers

Übersetzung: Koob-Paris, Petra

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: cbj

Empfohlen ab: 10 Jahre

ISBN: 9783570157961

Inhalt

In einer Welt, in der keine Tiere mehr existieren, kommt sich auch der 12-jährige Kester manchmal vor wie der Letzte seiner Art. Zumindest in dem Mentorium für Problemkinder, in dem er lebt und wo alle so tun, als sei mit ihm etwas nicht in Ordnung. Als er dann auf einen Schwarm sprechender Tauben trifft, denkt Kester, jetzt werde er völlig verrückt.
Aber diese Tiere haben ihm etwas mitzuteilen … Sie befreien Kester und bringen ihn in die Wildnis zu einem Ort, an dem die letzten wilden Tiere verborgen vor der Welt überlebt haben. Ihr weiser Anführer, ein mächtiger Hirsch, bittet Kester um Hilfe, und gemeinsam begeben sie sich auf eine große Reise, begleitet von einem vorwitzigen Wolfsjungen, einer eitlen Katzendiva, einer tanzenden Feldmaus, einer philosophischen weißen Taube und einem eigensinnigen Mädchen namens Polly.

Bewertung

Der zwölfjährige Kester ist ein Junge, der in einer Welt lebt, in der es fast keine Tiere und Pflanzen mehr zu geben scheint. Die rote Pest ist nämlich ausgebrochen und hat alle Lebewesen außer den Menschen ausgerottet.
Seit Kesters Mutter gestorben ist, kann Kester nicht mehr sprechen – es hat ihm buchstäblich die Sprache verschlagen. Aus einem Grund, den der Junge erst später erfährt, kommt er in ein Heim für Problemkinder. Dieses sogenannte „Mentorium“ wird wie eigentlich fast alles, seit die rote Pest ausgebrochen ist, von der Firma „Facto“ geleitet. Der Chef von Facto, Selwyn Stone, hat nämlich, kurz bevor die rote Pest ausbrach, etwas entwickelt, das den Namen „Formula“ trägt – ein rosa Brei, den es in allen Geschmacksrichtungen gibt und der alles Essen ersetzen kann. Mit Formula gewann Facto immer mehr Geld und Macht, da ohne ihren Brei niemand mehr überleben könnte.
Eines Tages findet Kester heraus, dass er zwar nicht mit Menschen, dafür aber mit Tieren sprechen kann, womit das Abenteuer seinen Lauf nimmt…
Kakerlaken befreien ihn aus dem Mentorium und Tauben bringen ihn zum „Ring des Waldes“, wo Kester herausfindet, dass viele Tiere überlebt haben. Von hier aus führt er eine Schar Überlebende über reißende Ströme und durchquert mit ihnen finstere Wälder. Auf seinem Weg lernt er das Mädchen Polly kennen, das in Quarantäne lebt und sich ihnen anschließt. Doch wird die Gruppe das letzte Wild der Erde retten können?
Das Buch gliedert sich in sechs Abschnitte, die einem helfen, nicht die Übersicht zu verlieren. „Die große Wildnis“ ist Piers Tordays erster Roman und ich kann nur sagen: Hut ab! Er hat mir so gut gefallen, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte. Das Besondere daran ist, dass es nicht nur irgendwie lustig, „fantasy-mäßig“ und abenteuerlich, sondern auch ein bisschen gesellschaftskritisch ist.
Dieses Buch verdient auf jeden Fall 5 Sterne, da es mal etwas anderes ist. Ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
Raphael Mergehenn (11) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer