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Dilip und der Urknall von Naoura, Salah, Kinderbücher, Kinderliteratur, Alltag & Familie

Dilip und der Urknall

und was danach bei uns geschah

Naoura, Salah

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Dressler

Empfohlen ab: 8 Jahre

ISBN: 9783791514284

Inhalt

"An dem Tag, an dem ich beim Freundschaftsspiel der E-Jugend zweimal das falsche Tor traf, beschlossen meine Eltern, dass sie ein zweites Kind wollten. Am besten einen zweiten Sohn, sagte Papa."

Anton, 9 Jahre, Märchenberichtiger und Erzähler dieser witzigen Familiengeschichte, hat es nicht leicht. Zum Glück kommt Adoptivbruder Dilip in die Familie: gebürtiger Inder und schon jetzt ein Physikgenie, also fast. Wenigstens taugt er auch nicht für eine Fußballerkarriere. Dafür gibt es erstmal einen richtigen Urknall in Antons Familie, bevor schließlich jeder seinen Platz findet.

Bewertung

Anton ist 9 Jahre. Mathe kann er nicht wirklich, Fußballspielen auch eher weniger, wie seine Eigentore zeigen. Und das alles, obwohl sein Vater Fußball liebt und in Mathe unglaublich gut ist. Seine Eltern wollen nun unbedingt noch ein Kind. Sie beschließen eines zu adoptieren. Dilip ist 9 Jahre, er stammt aus Indien. Dilip redet fast nichts, aber wenn dann kommen da so Sätze wie die Raleigh Strahlung das Blau des Himmels verursacht. Aber Dilip spielt auch nicht gern Fußball und dann wird bei ihm eine Mathe Hochbegabung festgestellt und es geht rund in der Familie.
Ich fand den Titel des Buches schon ansprechend und lustig. Das Buch wurde in der Ich-Form geschrieben aus der Perspektive des 9-jährigen Anton. Es ließ sich locker leicht lesen und ist teilweise richtig lustig geschrieben.
Klasse fand ich Antons Märchenumdichtungen. Komische Umdeutungen von Märchen wie z.B Rapunzel oder Dornröschen. Auf der anderen Seite ist da Dilip. Der stille neue Bruder, der einem mal eben nebenbei den Weltraum erklären kann. Eine zentrale Frage des Romans ist auch, muss man immer so sein, wie die Eltern einen gern haben würden? Ein fußballspielender Mathefan? Oder geht nicht ebenso gut ein fabulierender Märchenumdichter mit toller Fantasy und ein wirkliches Mathe und Physik As, ein hochbegabter Adoptivsohn ohne Fußballambitionen? Sollte man seine Kinder nicht einfach so lieben und akzeptieren wie sie sind? Es macht schon etwas nachdenklich und ist in sofern auch gut für ambitionierte Eltern geeignet. Kinder sollten in den Dingen gefördert werden, die sie lieben und die sie gut können.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es bekommt 5 Sterne. Ich würde es so ab 8 Jahren empfehlen.
Kerstin Tacke :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie