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Dohlenwinter von Björkelid, Anders, Jugendbücher, Fantasy, Fantasy

Dohlenwinter

Björkelid, Anders

Übersetzung: Brauns, Ulrike

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Ueberreuter

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783764170189

Inhalt

Die Zwillinge Wulf und Sunia führen mit ihrem Vater ein abgeschiedenes Leben auf dem Land. Sie spüren, dass sie anders sind als die Menschen im Dorf - keiner von ihnen sieht ihnen mit ihrem schwarzen Haar und der hellen Haut ähnlich. Auch verbindet die Zwillinge seit ihrer Geburt viel mehr als nur das Blutsband: sie verstehen sich wortlos und nicht einmal die größte Entfernung vermag sie voneinander zu trennen. Doch als eines Abends ein Fremder ihren Vater besucht, gerät ihre heile Welt plötzlich ins Wanken und die beiden verlieren alles Vertraute um sich herum - sogar einander.

Bewertung

Wulf und Sunia leben mit ihrem Vater abgeschieden auf dem Land. Die beiden sind Zwillinge und sehen sich ähnlich, weil sie die gleiche blasse Haut und die gleichen pechschwarzen Haare haben. Damit ähneln sie auch ihrem Vater. Ihre Mutter kennen sie nicht, aber der Junge und das Mädchen wissen, dass sie nicht aus dem nahegelegenen Dorf kommen konnte. Denn dort scheinen die Leute ihren Vater Atta zwar zu schätzen, aber wirklich etwas über ihn wissen tun die Dorfbewohner nicht. Sie sagen oft er wäre alt, genau wie die Sarg-Maja, die auch auf einer Almhütte wohnt. Doch Wulf und Sunia wollen es ihnen nicht glauben.

Eines Tages gehen die beiden auf Jagd und fangen ein seltsames Wiesel. Das Wiesel kann sprechen und entpuppt sich als Kobold, der ihnen eine Prophezeiung macht. Die Zwillinge werden aus dessen Worten nicht schlau, doch er hat ihnen auch andere Wörter gegeben, nach denen sie ihren Vater fragen wollen. Als sie Atta danach fragen, blockt dieser sofort ab. Einige Tage später geht er jagen und kommt für mehrere Tage nicht nach Hause. Das sind die Kinder gewöhnt und die beiden kümmern sich um den Hof. Bis plötzlich ihr Vater krank zurück kommt und stirbt.

Es kommt Schlag auf Schlag und die beiden verlieren alles, auch sich selbst. Es kommen seltsame Männer und die beiden begeben sich in große Gefahr. Denn der Unwinter droht Überhand zu nehmen.

 

Mir hat das Buch Dohlenwinter gut gefallen und ich habe mich an keiner Stelle gelangweilt. Es hat einen recht seltsamen Schreibstil. Die Schrift ist veraltet und es kommen hin und wieder Wörter vor, die man heute nicht mehr nutzt. Sunia erzählt die ganze Geschichte aus ihrer Sicht und ich habe beim Lesen alles gut verstanden und denke, dies gilt für jeden der es liest.

Die Geschichte kommt aus dem Schwedischen von Anders Björkelid und wurde übersetzt von Ulrike Brauns. Das Buch hat 27 Kapitel und 308 Seiten. Auf den ersten beiden und den letzten beiden Seiten sind Karten von der Umgebung um den Hof auf dem die Geschwister leben abgebildet. Mit deren Hilfe konnte ich mir ihre Erlebnisse sehr lebhaft vorstellen, so dass es schon fast realistisch wurde. Der Titel passt gut, weil es sich um den Dohlenwinter, der auch Unwinter genannt wird, handelt. Auch das Cover ist passend, denn dort sind Wulf und Sunia mit vielen Dohlen und einem schneebedeckten Weg zu sehen. Besonders die Farbe hat mir gut gefallen.

Im Fokus stehen die Zwillinge und die Welt der Blütigen. Ich empfehle das Buch für Mädchen und Jungen ab 12 Jahren, die gerne Fantasy-Romane lesen.

 

Alina Kiefer (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy