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Ein U-Boot auf dem Berg von Fasshauer, Ulrich, Kinderbücher, Kinderliteratur, Alltag & Familie, Aus dem Leben, Krankheit

Ein U-Boot auf dem Berg

Fasshauer, Ulrich

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Tulipan

Empfohlen ab: 10 Jahre

ISBN: 9783864293672

Inhalt

Den Tag, an dem sein Onkel Christoph „vorübergehend“ bei seiner Familie einzieht, wird der schüchterne Mauritius wohl nie mehr vergessen. Mit Nietenarmband, Tätowierungen und einem verrückten Grinsen im Gesicht steht Christoph eines Tages vor ihm. Schnell ist klar, dass sein Onkel so gar nicht normal, sondern herrlich durchgeknallt und absolut nicht langweilig ist. Die anfängliche Skepsis wird schnell zur Bewunderung, denn wo Christoph auftaucht, ändert er die Regeln, wie es ihm passt und alles scheint furchtbar einfach zu sein. Er schafft es sogar, sich mit dem mies gelaunten Nachbarn Herr Freundlieb anzufreunden und Mauritius’ Lehrerin zu beeindrucken. Deshalb wäre Mauritius gerne ein kleines bisschen wie sein Onkel. Dann würde er sich endlich getrauen, seine Mitschülerin Mieke zu seiner Geburtstagsfeier einzuladen und könnte sich auch besser gegen die Jungs aus seiner Schule wehren, die ihn ständig ärgern. Also beschließt Mauritius, sich bei Christoph anzustecken und ebenso verrückt zu werden wie sein Onkel. Und das, obwohl er sich darüber bewusst ist, dass hinter Christophs Verhalten eine psychische Krankheit steckt.

Bewertung

Den Titel des Buches „Das U-Boot auf dem Berg“ fand ich gleich witzig. Deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Die Hauptpersonen in dem Buch sind Onkel Christoph und sein Neffe Mauritius. Mauritius ist in ein neues Dorf gezogen und eher schüchtern. Sein Onkel ist immer sehr laut und war früher Rocker. Er ist irgendwie verrückt und manisch depressiv. Onkel Christoph ist überhaupt nicht schüchtern. Vor allen Dingen redet er sehr viel mit anderen Leuten und danach finden ihn dann alle netter, auch die, die ihn vorher nicht mochten. Mauritius wollte gerne ein Mädchen zu seinem Geburtstag einladen. Aber er hat sich dann doch nicht getraut. Deshalb wollte er so werden wie sein Onkel – manisch depressiv. Er dachte, dann würde er mehr reden, er traut sich mehr und alles wird besser. Mauritius hat aus diesem Grund zum Frühstück verrückte Dinge gegessen: Toast, Nutella, Müesli, Milch und Fisch – alles aus einer Schüssel.

 

Es ist eher ein lustiges Buch, aber auch spannend. Über die Krankheit von Onkel Christoph hat man auch etwas erfahren. Ich fand ihn sehr verrückt, obwohl er manchmal auch sehr traurig war und angefangen hat, zu weinen. Das machen Erwachsene ja eigentlich nicht so oft, ist aber wohl so, wenn man manisch-depressiv ist.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Krankheit während der Geschichte noch ein bisschen mehr erklärt wird. Da das Buch nur 179 Seiten hat, können es schon Kinder in der 3. Klasse lesen, wenn sie gerne lesen. Eigentlich würde ich dem Buch gerne 3,5 Sterne geben. Es bekommt jetzt aber nur 3 Sterne, weil es zeitweise auch etwas langweilig ist.

 

Mattes Dreier (11) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie, Aus dem Leben, Krankheit