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Elefanten sieht man nicht von Kreller, Susan, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie

Elefanten sieht man nicht

Kreller, Susan

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Carlsen

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783551582461

Inhalt

Irgendetwas ist seltsam an Julia und Max, das findet Mascha von der ersten Sekunde an. Und dann sieht sie, dass Julia überall blaue Flecken hat, richtig große. Als Mascha schließlich eines Tages auf der Suche nach den beiden vom Garten aus einen Blick in ihr Haus erhascht, ist ihr klar: Sie muss ihnen irgendwie helfen. Aber wie, wenn keiner der Erwachsenen ihr zuhören will? Mascha hat eine verhängnisvolle Idee - aber manchmal ist es besser, etwas Falsches zu tun, als gar nichts.

Bewertung

Die 13-jährige Mischa ist während der Sommerferien für sechs Wochen bei ihren Großeltern, die in einem kleinen Dorf wohnen, in dem jeder jeden kennt. Der Aufenthalt dort ist für Mascha erst unglaublich langweilig und sie tut nichts, außer auf einem kleinen Spielplatz Musik zu hören. Einmal, als Mascha wieder Musik hörte, setzte sich die neunjährige Julia neben sie. Das Mädchen sprach kein Wort und auch ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Max sprach mit niemandem außer seinem imaginären Freund. Dass die beiden keine normalen Kinder waren, wusste Macha sofort. Als Mascha aber die blauen Flecken auf Julias Bauch und die Wunde an Max Stirn entdeckte, und sie einmal einen Blick in das Haus der Kinder geworfen hat, wusste sie, dass sie den beiden helfen musste.
„Elefanten sieht man nicht“ ist ein Buch, welches das Thema Kindesmisshandlung anspricht. Das Buch ist in kurze Kapitel eingeteilt und relativ groß geschrieben. Es hat mir anfangs gar nicht, später aber doch relativ gut gefallen, dass es in dem Schreibstil einer 13-Jährigen geschrieben ist, somit sind die Sätze kurz und sehr umgangssprachlich. Die wörtliche Rede ist in dem Buch ohne Anführungszeichen geschrieben worden, was anfangs verwirrt, woran man sich aber im Laufe des Buches gut gewöhnt. Die Handlung des Buches hat mir zwischendurch weniger gut gefallen, da ich die Situationen als sehr übertrieben empfand. Mascha war mir sympathisch, aber ich empfand sie als eher unreif und leichtsinnig. Julia und Max hingegen halte ich für sehr gelungen, da sie glaubwürdig und ihrem Alter entsprechend handeln. Das Buch baute gut Spannung auf und hatte ein gelungenes Ende. Ich würde dem Buch deshalb 3 von 5 Sternen geben und es ab 12 Jahren empfehlen.
Julia Gradt (14) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie