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Fledereule Eulenmaus von Fitzpatrick, Marie-Louise, Bilderbücher, Ohne (viel) Worte, Anders sein , Freundschaft

Fledereule Eulenmaus

Fitzpatrick, Marie-Louise

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2017

Verlag: Fischer Sauerländer

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783737354851

Inhalt

Mama Eule und ihre Kleinen sind glücklich und zufrieden auf ihrem geräumigen Ast. Bis eines Tages eine Fledermausfamilie einzieht. Die neuen Nachbarn beäugen sich ein wenig misstrauisch: Die Eulenfamilie sitzt auf dem Ast und die Fledermäuse hängen kopfüber daran. Das kann doch nicht zusammenpassen? Aber die Kinder sind neugierig aufeinander und würden gern mal die Plätze tauschen. Als dann auch noch ein plötzlicher Wirbelwind alle durcheinanderwürfelt, stellen die beiden Mamas fest, dass das Zusammenleben doch ganz gut funktioniert.

Bewertung

Eine Bildergeschichte über friedliches Miteinander, und das ganz ohne Worte: Als eines Tages eine kleine Horde Fledermäuse es sich unter Familie Eules Ast bequem macht, sind die Vögel zunächst ausgesprochen skeptisch. Schließlich hängen die neuen Nachbarn verkehrt herum am Baum und scheinen auch sonst einfach so ... anders! Das kleinste Eulenkind, das gern mit der jüngsten Fledermaus Kontakt ausnehmen würde, wird streng zurechtgewiesen. So geht man sich aus dem Weg, soweit das auf einem Ast eben möglich ist. Als aber ein heftiger Sturm aufkommt und Eulenkinder wie auch kleine Fledermäuse durch die Luft gewirbelt werden, ist plötzlich Zusammenhalt gefragt, damit alles gut ausgeht ...

 

Natürlich lässt sich die Geschichte tatsächlich ohne Worte verstehen – vielleicht aber hätte eine kleine ausformulierte Geschichte dem Buch dennoch gutgetan. Denn so stimmungsvoll die farbkräftigen Illustrationen auch sind, und so intendiert subtil die Botschaft vermittelt werden soll: Oft finden zwischen zwei Buchseiten kaum Variationen in der Darstellung statt, und auch insgesamt scheint sich erstaunlich wenig zu ereignen, sodass insbesondere jüngeren Kindern beim Anschauen schnell langweilig wird. Nie ändert sich der Schauplatz, nie geschieht irgendetwas um die zentralen Tierfiguren herum, das der Erzählung zusätzlichen Reiz verleihen könnte, und auch die Mimik der Eulen und Fledermäuse ist keineswegs immer eindeutig.

So mag das Buch oberflächlich ohne Worte auskommen, erfordert vom Vorleser jedoch gewiss zumindest zu Anfang jede Menge Erläuterungen und scheint somit hinter seinem hehren Vorsatz, ganz intuitiv für Akzeptanz und Toleranz zu werden, zurückzubleiben.

 

Fabienne Pfeiffer :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Anders sein , Freundschaft