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Feuerträger von Björkelid, Anders, Jugendbücher, Fantasy, Fantasy

Feuerträger

Band 2

Björkelid, Anders

Übersetzung: Brauns, Ulrike

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Ueberrauter

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783764170301

Inhalt

Ein ganzes Jahr vergeht, bevor Sunia und Wulf aus dem Richtring freikommen. Zum Abschied erhalten sie von Atlevis das zweite Stück des Bundes. Sie bekommen den Auftrag, das letzte Stück beim dritten Verbündeten ihres Vaters einzufordern, um mit seiner Hilfe den Unwinter bezwingen und die erneute Herrschaft der Kälte abwenden zu können.

Um das Land so schnell wie möglich vor der Kälte zu warnen, sollen die Zwillinge ein Leibfeuer in einem der Wachtürme der Landesgrenzen entzünden. Doch sind die Türme überhaupt noch besetzt? Wird jemand öffnen, wenn sie es geschafft haben, sich bis dorthin durchzukämpfen? Die Schergen der Kälte jedenfalls versuchen, sie mit allen Mitteln daran zu hindern …

Bewertung

Nachdem Atlevis im Richtring gestorben ist, wird er zum Grimm dieses Ringes und führt Wulf und Sunia durch seine Erinnerungen. Jedenfalls glauben die beiden das, nach einiger Zeit im Richtring bemerken sie jedoch, dass die Erinnerungen nicht nur von Atlevis stammen können, sondern auch von etwas viel Älterem. Sie gehen davon aus, dass es der Grimm ist, der im Richtring war bevor Atlevis ihn übernahm. Von nun an fällt es den Zwillingen schwer die Erinnerungen auseinander zu halten. Nach einer letzten Erinnerung von Atlevis, in welcher auch ihr Vater vorkommt und von seiner Begegnung mit den Galgenmännern zeugt, entlässt der Ring die beiden.

Atlevis taucht noch einmal in der richtigen Zeit ohne Erinnerungen auf und erzürnt zuerst einmal Sunia, in dem er anfängt von ihrer ersten Regelblutung zu sprechen, was wie Sunia findet nicht richtig ist. Erneut stehen die beiden Geschwister ohne Plan da. Das einzige, was sie wissen, ist, dass Atlevis ihnen aufgetragen hat, den dritten der Verräter zu finden: Hug. Da sie aber weder wissen, wo sich Hug befindet, noch wer genau er ist, versuchen sie zuerst herauszufinden, was sie im Ring gelernt haben und wie lange sie in diesem Ding waren. Ihre Rechnung kommt auf ungefähr ein Jahr und dass sie bald fünfzehn werden.

Was sie dort gelernt haben wissen sie nicht, bis sie bemerken, dass alle beide jetzt so Razda sprechen können, die Sprache der Blütigen. Wenige Stunden später treffen die Leibjäger ein. Fauho will die Zwillingen erneut trennen und Sunia zu den Mondpriesterinnen bringen, den Frauen von Geblüt. Auch er hat Sunias Blutung bemerkt. Tradition und Rhythmus schreiben vor, dass Frauen von Geblüt, die ihr Blut verlieren ihr Bündnis bestärken müssen. Die Trennung von seiner Schwester gefällt Wulf jedoch überhaupt nicht, denn auch das Band zwischen den Geschwistern, was im Richtring so stark war ist in der normalen Welt wieder komplett verschwunden. Wulf überkommt ein Gefühl von Ausgegrenztheit. Auf dem siebzehntägigen Fußmarsch zu der Thingstätte der Mondpriesterinnen reden die beiden viel mit Wunan und wollen mehr erfahren. Als Wunan, die Zwillinge und die Leibjäger an der Thingstätte eintreffen, ist es bereits der Tag der Frühlingstagundnachtgleiche, also auch Wulf und Sunias Geburtstag und außerdem der Tag des Frühlingsrituals für die Frauen. Stairno, die Swaihro der Mondpriesterinnen, also die „Anführerin“ bittet Fauho um die Hilfe der Leibjäger. Diese sollen die Thingstätte während des Rituals schützen. Unter Einfluss der Bergherrin stimmt er zu.

Nun müssen die Zwillinge getrennte Wege gehen. Sunia ins Herz der Thingstätte und Wulf außerhalb zu den Leibjägern. Alles läuft gut. Bis plötzlich in naher Ferne ein Schneesturm auf die Stätte zukommt. Wunan und Wulf nähern sich und sehen, dass es sich um einen Hünenwolf handelt. Hühnenwölfe sind die Elite des alten Kaisers bzw. der Kälte. Sie umgibt ein gefährlicher Schnee- und Eissturm. Und das Schlimmste: Sie können nicht getötet werden. Die Leibjäger tun ihr Bestes um den Riesen aufzuhalten. Doch die meisten Leibjäger werden tödlich verletzt. Auch Wulf verliert sein Schwert. Er kann nichts mehr ausrichten…

 

Das Buch „Feuerträger“ von Anders Björkelid ist der zweite Band. Sein Vorgänger war Dohlenwinter. Um die schwierigen Zusammenhänge im ehemaligen Blutreich zu verstehen, rate ich, den ersten Band unbedingt zu lesen. Anfangs hatte ich ein paar Schwierigkeiten mich in den Schreibstil hinein zu lesen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung aus dem schwedischen (von Ulrike Brauns). Nach meinen anfänglichen Schwierigkeiten ließ sich das Buch jedoch sehr gut lesen und nach einigen Kapiteln brannte ich richtig darauf weiter zu lesen. Trotz des Schreibstils fand ich die mehr als 400 Seiten und über 30 Kapitel übersichtlich gestaltet. Zum Beispiel sind Wörter, die zur Sprache der Blütigen gehören, hervorgehoben und auch Träume von Wulf oder Erinnerungen grenzen sich ab. So wird nichts verwechselt. Dazu muss ich noch sagen, dass es einen Prolog gibt und dann zwei weitere Teile, die aber in chronologischer Reihenfolge sind.

Der Fokus liegt auf den Zwillingen und ihren Aufträgen gegen die Kälte. Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von Wulf erzählt und da das Band zwischen Wulf und Sunia fehlt, weiß er nie, was in ihr vorgeht und somit die Leser auch nicht. Dies hat mich zum Weiterlesen angeregt, denn dann erzählt Sunia ihre Gedanken Wulf.

 

Das Cover, der Inhalt des Buches und sein Titel passen sehr gut zusammen. Mit Feuerträger sind die beiden Geschwister gemeint, die das Feuer gegen die Kälte tragen, bzw. die Hoffnungsträger sind. Die Wörter auf so Razda, also die Sprache der Blütigen, sind entweder normal übersetzt oder lassen sich aus dem Kontext erschließen. Die Größe der Schrift und ihr Stil ist gut und ich konnte es angenehm lesen.

Wie auch im ersten Buch sind auch in diesem wieder auf den ersten beiden und den letzten beiden Seiten Karten, die viel zum Verständnis der Geschichte beitragen. Ich empfehle den Roman für Mädchen ab 13 Jahren, die den ersten Band gelesen haben und Fantasy-Geschichen mögen.

 

Alina Kiefer (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy