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Freddy und die fantastischen Fünf von Blake, Quentin, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Abenteuer, Anders sein , Freundschaft

Freddy und die fantastischen Fünf

Blake, Quentin

Übersetzung: Keen, Ruth

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Kunstmann

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783956140679

Inhalt

Die fantastischen Fünf – das sind Anni, Olli, Simone, Mario und Paul. Jeder von ihnen ist etwas ganz Besonderes. Besonders, weil jeder etwas kann, was andere nicht können – dafür können sie gewisse Sachen nicht, die viele für selbstverständlich halten: Olli zum Beispiel sieht nichts, hat aber dafür Ohren wie ein Luchs. Mario sitzt im Rollstuhl, ist aber unglaublich stark. Und Paul stottert ganz schlimm, aber wenn es drauf ankommt, dann ...

Zusammen mit Freddy, dem Fahrer, begeben sich die fantastischen Fünf auf ein großes Abenteuer, das nicht wie ein Abenteuer anfängt, aber unerwartet zu einem wird. Und eine Wendung nimmt, auf die niemand gewettet hätte.

 

Quentin Blake zeigt uns in diesem witzigen, berührenden Kinderbuch etwas so Simples wie Bemerkenswertes: Dass es viel besser ist, dem Beachtung zu schenken, was man kann, als dem, was man nicht kann ...

Bewertung

Die fantastischen Fünf sind gute Freunde und unternehmen viel miteinander. Heute machen sie einen Ausflug in die Berge mit dem großen Freddy und seinem gelben Bus. Als sie Rast machen, gibt es verschiedene Sandwichs und alle greifen kräftig zu. Doch plötzlich wird der große Freddy erst grün und dann weiß im Gesicht und fällt dann einfach um. Nun brauchen die Freunde dringend Hilfe. Gut, dass sie alle ganz fantastische Fähigkeiten haben.

Jeder von ihnen kann etwas besonders gut: Viele Meilen weit sehen oder hören zum Beispiel. Zwei sind besonders stark und der Kleinste von ihnen hat auch ein besonderes Talent, das aber hier nicht verraten werden soll.

Besonders gut bei den Figuren hat uns gefallen, dass sie sehr unterschiedlich sind: Sie sind hellhäutig und dunkelhäutig, sie sind sehr dünn und sehr dick und einer sitzt sogar im Rollstuhl. Doch all ihre „Handicaps“ werden gar nicht thematisiert.

Mir ist noch nie ein Bilderbuch untergekommen, in dem ein rollstuhlfahrender Protagonist nicht weiter beschrieben oder erklärt wurde. Hier ist er Teil der Norm. Sie sind einfach Menschen, Freunde - und sie sind fantastisch. Diese Lässigkeit finde ich bemerkenswert und würde ich mir noch viel mehr von Bilderbüchern wünschen.

 

Das ist ein Buch des berühmten britischen Illustrators Quentin Blake, der besonders für seine Illustrationen der Roald Dahl Bücher bekannt ist. Leider wirkt der Stil dadurch sehr eigen und angestaubt. Ich hatte gehofft, dass er sich im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt hat, doch die Zeichnungen könnten auch aus den 80ern sein und sprechen uns nicht wirklich an.

Alles wirkt sehr kantig und kritzelig - doch das ist sicherlich absolut Geschmacksache, denn die Qualität ist eindeutig hoch, das Buch hochwertig produziert und die Geschichte nett.

Wer sich von dem etwas angestaubten Design nicht abschrecken lässt, wird mit einer herrlich unverkrampften Geschichte über Inklusion und Freundschaft belohnt. Für uns kein Highlight-Buch, doch für Retro-Fans sicher interessant.

 

Mareike Dietzel mit Merle (3) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Anders sein , Freundschaft