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Gegen das Sommerlicht von Marr, Melissa, Jugendbücher, Fantasy, Fantasy

Gegen das Sommerlicht

Marr, Melissa

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2007

Verlag: Carlsen

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783551581686

Inhalt

Sommerlicht auf ihrer Haut, der Duft von wilden Blumen: Wann immer der junge Mann in Ashs Nähe ist, spürt sie seine Gegenwart bis in jede Faser ihres Körpers und ist verzaubert von seiner überirdischen Schönheit. Wäre da nicht dieses wachsende Gefühl von Bedrohung – wer ist er, und warum folgt er ihr, wohin auch immer sie geht? Ashs alter Freund Seth wird ihr wichtigster Vertrauter, sein ausrangierter Eisenbahnwaggon ihre Zuflucht. Und er ist der einzige Mensch, vor dem sie ihr Geheimnis lüftet: Von klein auf kann sie Elfen sehen, menschengroß, unheimlich, manchmal zudringlich, - und von klein auf ist sie daran gewöhnt, diese Gabe geheim zu halten. Gemeinsam entdecken Seth und sie eine Welt voller seltsamer Regeln und Gefahren: Ash ist von ihrem Verfolger, dem schönen Elfenkönig Keenan, auserwählt und wird sich einer Prüfung unterziehen müssen. Sie beginnt, um eine Zukunft mit Seth zu kämpfen – denn auch ihre Gefühle für ihn haben sich verändert ...

Bewertung

Ashlyn besitzt wie auch ihre Mutter und ihre Großmutter die Gabe Elfen zu sehen. Seit sie denken kann, hat man ihr immer wieder die wichtigste aller Regeln eingeschärft: Errege nie die Aufmerksamkeit der Elfen. Ashlyn kennt den Grund. Sie sieht, wie brutal, rücksichtslos und grausam die Elfen miteinander und mit den Menschen umgehen. Doch dann gerät alles, was sie sich in ihrem Leben aufgebaut hat, ihre Träume und Ziele, durcheinander. Der Elfenkönig hat ausgerechnet sie auserwählt an seiner Seite zu regieren und den bösen Fluch der Winterkönigin zu durchbrechen. Doch sie will nicht über dieses grausame Volk herrschen. Und vor allem will sie Seth, ihren besten Freund, nicht verlieren. Aber noch nie konnte ein Mensch seinem Schicksal als Auserwählter des Elfenkönigs entkommen. Trotzdem beginnt Ashlyn zu kämpfen.
Die Ansätze und Ideen von Melissa Marr klingen wirklich vielversprechend. Leider hapert es bei der Umsetzung. Viele Dialoge sind lahm, die meisten (nicht alle!) Charaktere haben einfach nichts, was sie sympathisch oder besonders macht und jede Situation, die ein bisschen Spannung verspricht endet irgendwie in langweiligem Geplänkel. Nur die nebenbei erzählte Liebesgeschichte zwischen Ashlyn und Seth gefällt mir ziemlich gut. Hier beweist die Autorin doch noch ein wenig Feinfühligkeit. Allerdings kann man ganz klare Parallelen zu "Biss zum Morgengrauen" erkennen. Alles in allem ist die Geschichte sehr vorhersehbar und die Autorin bemüht sich zwar noch krampfhaft um ein Happy-End, aber eigentlich wird das zentrale Problem der Geschichte nicht gelöst und man hat ein bisschen den Eindruck der Autorin seien einfach die Ideen ausgegangen. Ich vergebe für diesen Fantasy-Roman 3 Sterne.
Interessant finde ich aber auf alle Fälle, wie unterschiedlich die Meinungen zu "Gegen das Sommerlicht" ausfallen. Ich denke, jeder sollte sich ein eigenes Bild von dem Buch machen, da man hier einfach nicht zu einem einheitlichen Fazit kommen kann.
Anna Göttlich (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de



Ashlyn war schon immer anders. Von klein auf konnte sie Elfen sehen, und mit ihnen sprechen. Keiner weiß etwas von ihrer unheimlichen Gabe. Doch eines Tages trifft sie einen jungen, überaus attraktiven jungen Elfenmann. Immer wenn er in der Nähe ist, ist sie einerseits verzaubert und fasziniert von seiner Schönheit, andererseits fühlt sie sich durch ihn bedroht. Dieses Gefühl der Bedrohung wird immer stärker, denn der Fremde folgt ihr, wohin sie auch geht. Ashlyn weiß, sie kann ihr Geheimniss nicht länger geheim halten, sie muss sich jemandem anvertrauen. Der Einzige, der dafür in Frage käme, ist ihr alter Freund Seth. Gemeinsam entdecken sie Stück für Stück die Welt der Elfen und erfahren auch, was es mit dem jungen Mann auf sich hat: Er ist Keenan, König der Elfen und hat Ashlyn als Königin an seiner Seite erwählt. Doch Ash und Seth sind sich sehr nahe gekommen, und haben gemerkt, dass ihre Gefühle füreinander mehr als nur freundschaftlich sind. Als sie begreifen, dass sie der Verbindung nicht mehr aus dem Weg gehen können, beginnen sie für ihre Liebe zu kämpfen.
Ich weiß nicht so recht was ich von diesem Buch halten soll, denn meine Meinung dazu ist sehr geteilt. Es gab einige unheimlich langweilige Stellen, andere Kapitel wiederum waren tierisch spannend und haben mich mitgerissen. Einerseits finde ich das Thema und die Idee gut, über jemanden zu schreiben, der Elfen sehen kann, die Ausführung dieser Idee ist jedoch nicht soooo besonders gut gelungen. Außerdem ist "Gegen das Sommerlicht" eine Nachmache von "Biss zum Morgengrauen" (insbesondere von dem dritten Band dieser Trilogie, den ich bereits auf Englisch gelesen habe). Es gibt zudem keine richtige Einleitung, nur einen Prolog, der jedoch von einer Person handelt, die Keenan vor Ashlyn als Königin bestimmt hatte, die aber nicht geeignet gewesen war, und so dazu verdammt wurde alle, zu denen Keenan Kontakt aufnimmt, alle in die er sich verliebt, vor ihm zu warnen. Diese Person taucht später in der Geschichte als die "Totenbleiche" wieder auf. Lange Rede kurzer Sinn: ein Buch, das man nicht unbedingt gelesen haben muss, das aber ganz nett ist, wenn man grad nichts anderes zur Hand hat. Ich empfehle es ab 12 Jahren und vergebe 3 Sterne.
Ach so, an alle bei denen es nicht schon zu spät ist: Man sollte "Gegen das Sommerlicht" besser lesen, bevor man "Biss zum Morgengrauen" liest, da sich die beiden Bücher sehr ähneln, ersteres sich jedoch nicht mit der großartigen Geschichte über Bellas Liebe zu Edward, einem Vampir, messen kann.
Julia Gurol (13 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de



Ashlyn lebt ihr ganzes Leben lang nach Regeln und alle laufen darauf hinaus so wenig Aufmerksammkeit wie mögich auf sich zu ziehen und zu verhindern, dass die Elfen von ihrer Sehergabe erfahren. Doch die Regeln verlieren ihre Bedeutung als alles sich ändert. Elfen verfolgen sie und sind plötzlich für alle Menschen sichtbar und sogar an vermeindlich sicheren Orten treiben sie sich neuerdings herum. In ihrer Not ist Seth der einzige Freund, doch auch die Beziehung zu ihm steht durch die Veränderungen auf dem Spiel.
Als ich den Einband des Buches zum ersten Mal gesehen habe dachte ich mir: genau wie "Bis(s) zum Morgengrauen" und in gewisser Weise zog sich dieser Gedanke durch das ganze Buch. Wenn ich aber genauer nachdenke, sind beide Bücher nicht wirklich miteinander zu vergleichen und jedes hat seinen eigenen Stil und seine eigene Geschichte.
Die Geschichte ist sehr lebendig und mittreißend und Anfangs mit einigem Humor versehen, der sich aber zum Ende der Geschichte immer mehr in Ernst und Spannung verwandelt, was wunderbar zu den Geschehnissen innerhalb der Geschichte passt. "Gegen das Sommerlicht" ist ein passender Titel, weil er die gesamten Konflikte und Streitigkeiten wiederspiegelt.
Was mir an dem Buch besonders gut gefallen hat waren die Verzweiflung und die Ungewissheit, die einen beim Lesen überkommt, und die es einem noch viel einfacher machen, sich in das Buch hineinzuversetzen.
Bis zum Schluss ist das Buch spannend und man will es eigentlich garnicht mehr aus der Hand legen. Ich vergebe 4,5 Sterne und empfehle das Buch für Mädchen ab 13.
Jennifer Schollmeyer (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy