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Globalisierung von Schneider, Gerd, Jugendbücher, Sachbücher, Wissen

Globalisierung

Reihe: Arena Bibliothek des Wissens

Schneider, Gerd

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2008

Verlag: Arena

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783401062228

Inhalt

Ein Mausklick, ein Anruf und Millionensummen wandern hin und her; tausend Tonnen Kaffee oder Baumwolle, Millionen Hemden oder billige CD-Player reisen kreuz und quer über den Globus. Asiatische Arbeiter schuften im Akkord, riesige Firmen pusten Schadstoffe in die Luft, Tonnen Abfälle werden im Meer entsorgt. Die Welt wächst zusammen, die Verflechtungen sind beinahe nicht mehr zu entwirren, Waren, Dienstleistungen und Menschen leisten sich ein Wettrennen rund um den Globus. Armut trifft auf Überfluss, Gewinn und Menschlichkeit, Fortschritt und Umweltschutz stehen sich als Fronten gegenüber. Die Globalisierung – Zerstörer oder Heilsbringer? Gerd Schneider gelingt es, das Thema kompakt und übersichtlich darzustellen. Mit vielen Beispielen bietet er Orientierung und liefert Stoff zum Nachdenken – ein Buch für junge Erwachsene, die sich gerne selber ein Urteil bilden.

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Bewertung

Globalisierung, das ist eine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Verflechtung mit anderen Ländern und Kontinenten. Mittlerweile ist unsere ganze Welt von diesen Netzwerken völlig umspannt. Bei der Globalisierung geht es hauptsächlich um den Austausch von Ideen, Produkten und Strukturen. Aber ist das gut oder schlecht und entsteht dadurch nicht eine Art Abhängigkeit? Dies ist eine der wesentlichen Fragen, die Gerd Schneider in seinem Buch behandelt. Sagen wir mal so: Es gibt, wie bei fast jedem Thema sowohl positive, als auch negative Seiten, wobei hier die negativen Aspekte eindeutig in der Überzahl sind. Einerseits können sich die Länder so gegenseitig unter die Arme greifen, ihre Produkte austauschen und gemeinsam versuchen weniger weit entwickelten Ländern zu einer besseren Infrastruktur zu verhelfen. Andererseits entsteht dadurch, ja, eine gewisse Abhängigkeit, oder besser gesagt, wenn es einem Land schlecht geht, leidet das andere mit. Nehmen wir ein aktuelles Beispiel, die Finanzkrise. Kaum gingen in den USA die Banken pleite, lief es auch in Europa mit den Finanzen nicht mehr gut. Auch vor allem Afrika gehört zu den großen Verlierern der Globalisierung, da Gier und Geiz des Westens ihre Bauern zugrunde und den Kontinent in Hunger, Krieg und Armut getrieben haben. Ich finde, gerade an diesem Beispiel sieht man, wie wichtig es ist, dass man mal anfängt nachzudenken. Worüber? Über Globalisierung, Klimawandel und die unbeschreibliche Geldgier des Westens. Über den Egoismus unserer modernen Welt und die Verschließung der Augen vor der drohenden Klimakatastrophe. Für die Finanzkrise gab es viele Konjunkturpakete, sorgsam durchdacht und mit viel Aufwand geschnürt, warum gibt es so etwas dann nicht für die Klimakrise??? Geben, so viel steht fest, sollte es sie, und zwar schon längst! Nachdem man dieses Buch gelesen hat, beginnt man automatisch sich solche Fragen zu stellen und man wird fast schon ein bisschen wütend über die Politiker und Bänker, denen es meist nur um ihre eigenen Vorteile geht. Und ich glaube, das wollte Schneider auch erreichen: die jungen Generationen, die die Hauptkonsequenzen und Ausmaße von Klimawandel und Globalisierung mit voller Power zu spüren bekommen werden, wütend zu machen und somit den Wunsch, nein, den Willen nach Veränderungen hervorzurufen. Außerdem stellt er meiner Meinung nach sehr schön dar, dass die Globalisierung weniger die Menschheit verbindet, als gewaltige Klüfte zwischen sie treibt: Armut steht Reichtum, Prunk und Verschwendung gegenüber, Profit und Geldgier ringen mit der nötigen Selbstlosigkeit undwährend die reichen Länder immer noch reicher werden, bangen in den Drittewelt-Ländern die Menschen jeden Tag aufs Neue ums Überleben! Mein Fazit: Dieses Buch rüttelt auf und regt zum Nachdenken ab. Ein klasse 5-Sterne Buch für alle ab 14.
Julia Gurol (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Wissen