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Hüter der Worte von Menschig, Diana, Junge Literatur, Fantasy, Fantasy

Hüter der Worte

Menschig, Diana

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Knaur

Empfohlen ab: 15 Jahre

ISBN: 9783426511114

Inhalt

Der junge Autor Tom Schäfer steht unter Druck. Nach dem großen Erfolg seines ersten Buches über den Fantasy-Helden Laryon warten Verlag und Leser auf die Fortsetzung, und ausgerechnet jetzt leidet er unter einer Schreibblockade. Doch dann findet er sich eines Tages plötzlich in seiner Buchwelt wieder. Im ersten Moment ist Tom geschockt, doch auf den zweiten Blick gefällt ihm der Gedanke hervorragend: Das könnte die Lösung seiner Probleme sein! Aber Tom hat die Rechnung ohne Laryon gemacht. Der ist von Toms Auftauchen nämlich alles andere als begeistert, wird seine Heimat doch von einer Gefahr bedroht, die Laryons ganze Aufmerksamkeit fordert …

Bewertung

In „Hüter der Worte“ geht es um den jungen Autor Tom. Er erschuf die Welt von Laryon dem Bergwächter in Willerin. Tom versprach seinem Verlag 11 Bücher mit Laryon. Doch er hinkt zeitlich sehr hinterher. Der junge Autor bemüht sich, schnell fertig zu werden, doch alles scheint nicht logisch oder lesenswert für Tom. Bei einer langen Partynacht lernt er Mellie kennen. Auf den Leser wirkt sie unnormal und unberechenbar. Doch Tom verliebt sich sofort in Mellie. Sie wird zu seiner Muse. In Mellies Gegenwart fühlt sich Tom inspiriert und dadurch erlebt Laryon die wildesten Abenteuer.
Toms 1. Buch mit Laryon wird ein Hit und nun steht das 2. Buch an. Er präsentiert das neue Werk auf der Frankfurter Buchmesse als der Sohn einer Autorenlegende ankommt und Tom von etwas unglaublichem erzählt. Anscheinend stehen in Toms Buch Kapitel fast wortgenau wie in einem unveröffentlichtem Manuskript seines Lieblingsautors. Als wäre das nicht schon schlimm genug...doch plötzlich findet sich Tom in seiner eigenen Geschichte wieder. Er befindet sich in Willerin bei Laryon! Erst ein Schock... Doch dann denkt Tom positiv. Es könnte doch durchaus nützlich für seine Story sein. Aber Laryon ist alles andere als begeistert...!
Am Anfang sind Toms und Laryons Geschichten getrennt. Die Idee an sich ist ja nicht schlecht, aber Laryon kommt an völlig unpassenden Stellen! Es besteht keinerlei Zusammenhang zwischen Toms und Laryons Kapiteln! Anmerkungen, die Toms Lektorin ihm noch mitteilt, wurden selbst im Buch nicht angewendet. Die Figur Tom wurde nicht wirklich ausgearbeitet und deshalb fällt es einem schwer sich in die Figuren hineinzuversetzen. Was natürlich dazu führt, das der Leser nicht wirklich ans Buch gefesselt wird. Dieses Gefühl zieht sich leider durch das gesamte Buch! Die Geschichte verschachtelt sich immer mehr ineinander, so dass viele Handlungen nicht mehr nachvollziehbar sind. Viele Dinge werden einfach nur mit "es ist einfach so!" begründet. Durch all diese Faktoren ist es einfach nicht möglich einen Höhepunkt mit einzubauen. Es ist aber auch kein Höhepunkt vorhanden!
Da möchte man doch zumindest am Ende alles richtig ordentlich abschließen, doch auch dies ist leider nicht möglich. So viele Fragen bleiben noch, die alle mit kurzen und knappen Sätzen erklärt werden.
Trotz alledem gibt es durchaus witzige Stellen, die mit dem recht modernen Schreibstil noch einmal unterstrichen werden. Ich vergebe 2 Sterne.
Leoni D. (12) :: Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy