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Hektor & Omamascha von Roeder, Annette, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Alltag & Familie, Kindliche Gefühlswelt

Hektor & Omamascha

Der Aufräumtag, Bd. 1

Roeder, Annette / Kawamura, Yayo

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Boje

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783414824516

Inhalt

Dienstag ist für Hektor der schönste Tag der Woche. Denn am Dienstag hat Omamascha Enkeldienst. Da holt Omamascha Hektor mit ihrem Klapperauto vom Kindergarten ab, und dann machen sie gemeinsam Sachen, die man eigentlich nicht macht. A

n diesem Dienstag wollen Hektors Eltern, dass er sein Zimmer aufräumt. Ausgerechnet am Omamaschatag! Doch Omamascha freut sich: Denn Aufräumen kann ausgesprochen lustig sein. Wenn man die Dinge zum Beispiel nach Farben sortiert. Oder nach Größen ... Kein Wunder, dass in der ganzen Wohnung bald nichts mehr an seinem Platz steht!

Bewertung

Dienstag ist der beste Tag der Woche, findet Hektor, denn da hat Omamascha ab zwölf Uhr Enkeldienst. Dienstage kann man daran erkennen, dass Hektor einen roten Socken anhat. Omamaschas Lieblingsfarbe ist nämlich rot. Nur heute freut Hektor sich nicht über Omamascha, denn sie will tatsächlich mit ihm aufräumen, wie Mama und Papa es befohlen haben. Wütend wie ein Panzernashorn wird Hektor deshalb. Omamascha lässt sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen, sie erfindet einfach eine ganz neue Art des Aufräumens. Und schon legen Hektor und Omamascha zusammen los.

 

Auf den ersten Blick ist dieses Bilderbuch unglaublich farbenfroh, die intensiven Farben auf den Seiten springen einem förmlich ins Auge. Mein dreijähriger Sohn war so beschäftigt mit den Farben, dass die Geschichte, welche erzählt wird, erst beim zweiten Lesen in den Vordergrund gerückt ist. Die aussagekräftigen Farben sind jedoch ein unabdinglicher Teil dieses Buches, denn Omamascha ist eine wirklich tolle Oma. Sie schafft es, das Recht der Großeltern in Anspruch zu nehmen und die Erziehung der Eltern mit einem Augenzwinkern zu versehen, ohne Eltern oder Enkel dabei vor den Kopf zu stoßen. Und so wird das leidige Thema aller Familien (… aufräumen …) hier ganz ungewöhnlich gelöst. Denn Aufräumen kann man auf viele Arten, weiß Omamascha und nimmt Hektor und den Leser mit auf eine Bahnreise durch die Welt der Farben, Formen und Größen. Am Ende hat Hektor am Dienstag doch seine Lieblingsspiele mit Omamascha gespielt, Hektors Zimmer wurde auf- (oder um-) geräumt und alle bekommen ein farblich passendes Belohnungseis.

Auf die Frage, was ihm denn am Buch am besten gefallen hat antwortet mein Sohn nach einigem Nachdenken mit „die Geschichte“. Denn Hektors Panzernashornwutanfall kennt er selber. Und Aufräumen mag er gar nicht. Schade, dass wir keine Omamascha zur Hand haben, zu Hause in Rotdorf oder Blaustadt.

„Hektor & Omamascha“ verwendet eine klare, deutliche Bildsprache. Hektors Mimik, gerade weil sie so einfach gezeichnet ist, ist auch für kleinere Kinder sehr gut zu verstehen. Die Sprache ist für meinen Dreijährigen anspruchsvoll, aber auch das macht das Buch für uns interessant, da die Texte nicht sehr lang sind. Definitiv ein Buch, welches wir gerne und oft wieder zur Hand nehmen. Wir vergeben 4 Sterne.

 

Miriam Enzmann mit Arno (3) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie, Kindliche Gefühlswelt