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Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland von Fontane, Theodor, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Klassiker

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Fontane, Theodor / Streiter, Bernd

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Aufbau

Empfohlen ab: 4 Jahre

ISBN: 9783351040222

Inhalt

Der alte Ribbeck, ein nobler Mann mit gütigem Herzen, verschenkt zur Herbstzeit Jahr für Jahr die köstlichen Früchte seines herrlichen Birnbaums an arme Dorfkinder. Nach seinem Tod hat der geizige Sohn das Sagen und die Dorfkinder gehen leer aus. Jahre später aber wölbt sich über dem Grab des Alten ein Birnbaum mit goldgelben Früchten: Vaterlist und spätes Geschenk des Verstorbenen, der um eine Birne im Grab gebeten hatte, weil er den knauserigen Erben durchschaute. "So spendet Segen noch immer die Hand des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland."
Bernd Streiter trifft mit seiner stillen, unaufgeregten Bebilderung haargenau ein Stück Fontane: "Ick bin mihr für allens, wat lütt und still, / En beten Beschriewung, en beten Idill ..." Streiters Aquarelle in sanfter, warmer Farbigkeit zeigen die idyllische Havel-Landschaft und begleiten mit dörflichen Genreszenen ein unvergängliches Gedicht, das von Güte und Geiz, List und Lebenslust, Abschied und Anfang erzählt.

Bewertung

„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand. Und kam die goldene Herbsteszeit und die Birnen leuchteten weit und breit…“ Ich kannte dieses Gedicht schon aus dem Lied von Gerhard Schöne, das bestimmt viele Kinder kennen. Es geht um einen alten Mann, der seine Birnen gern an Kinder verteilt. Als er merkt, dass er sterben muss, sagt er, dass man ihm eine Birne ins Grab legen soll. Sein Sohn bekommt das Haus und den Garten und teilt mit niemandem. Dafür wächst aus der begrabenen Birne ein neuer Birnbaum, von dem dann wieder alle Kinder die Birnen essen dürfen.
Die Bilder in dem Buch sind groß und haben schöne Farben. In der Geschichte finde ich lustig, dass die besondere Sprache von Herrn Ribbeck nachgemacht wird, wenn es darum geht, was er zu den Kindern sagt. Meine Mama hat mir erklärt, dass das Dialekt heißt. Man versteht es nicht immer so genau, aber den Sinn kann man erraten. An einigen Stellen hat sich der Maler der Bilder etwas Geheimnisvolles überlegt. Da sieht man, dass die Menschen aus dem Gedicht eigentlich nur Papierfiguren sind, die auf einem Tisch oder im Regal stehen. Eine große Hand schiebt sie von oben zurecht. Aber wessen Hand ist das? Soll die ganze Geschichte ein Figurentheater sein? Ich habe nicht genau verstanden, was damit gemeint ist, aber die Idee hat mir trotzdem gefallen. In den Sommerferien fahre ich nach Ribbeck und sehe mir den Birnbaum an. Darauf freue ich mich und darum mag ich das Buch noch mehr. Ich vergebe 5 Sterne.
Viola Weiser (8) :: Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Klassiker