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Ich, die Andere von Frey, Jana, Jugendbücher, Aus dem Leben, Anders sein

Ich, die Andere

Frey, Jana

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2007

Verlag: Loewe

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783785558652

Inhalt

Kelebek ist Deutsche. Und sie ist Türkin. Sie will mit ihren Freundinnen Spaß haben und gleichzeitig mit ihrer Familie den Ramadan begehen. Sie liebt die blaue Moschee in Istanbul - und sie liebt Janosch. Ihre Gefühle sind zu kostbar, als dass sie jemandem davon erzählen könnte, zu zerbrechlich. Doch Sercan, ihr Bruder, mit dem sie früher alle Geheimnisse geteilt hat, merkt sofort, dass Kelebek plötzlich anders ist. Er beginnt sie zu kontrollieren, eindringliche Fragen zu stellen. Als er endlich Gewissheit hat, ist Sercan voller Hass. Hass auf Janosch, Hass auf Kelebek - Hass, der außer Kontrolle zu geraten droht ...

Bewertung

Kelebeks Gefühle sind geteilt. Sie fühlt sich als Deutsche, aber auch als Türkin. Sie möchte mit ihrern Freundinnen Spaß habe, aber trotzdem mit ihren Verwandten muslimische Feste feiern. Dann lernt sie eines Tages Janosch, den silbernen Straßenmusikanten, kennen und verliebt sich in ihn. Doch er ist ein Christ und sie müssen sich heimlich treffen. Eines Tages jedoch, findet Kelebeks Bruder Sercan alles über ihre Beziehung heraus. Der Sercan, dem sie früher alles erzählen konnte, verschwindet und ein ganz neuer Sercan kommt zum Vorschein. Ein Sercan voller Hass. Hass auf Kelebek, Hass auf Janosch. Hass, der außer Kontrolle zu geraten droht...
Wer dieses Buch gelesen hat, lernt - glaube ich - das Leben türkischer Mädchen von einer ganz anderen Seite kennen. Jana Frey bringt die Leser ganz nah an die verschiedenen Charaktere heran. "Ich die Andere" ist gefühlvoll und sehr detailliert geschrieben und es sind viele Informationen über das Leben junger Türkinnen eingebaut. Mir hat die Geschichte gut gefallen, auch wenn sie zwischendurch etwas verwirrend ist, da Kelebek die Ereignisse aus ihrer Perspektive beschreibt, aber so, als würde sie selber von oben auf sich draufschauen. Dazu gibt sie sich immer andere Namen. So heißt sie zum Beispiel Kelly, Siri, Daphne, Aviva und ein anderes Mal dann wieder Kelebek.
Zwischendurch sind einige Kapitel, die besonders dramatisch sind, nur mit Kleinbuchstaben geschrieben, was die Spannung erhöht. "Ich die Andere" ist kein Das-Les-Ich-Schon-Zum-10.-Mal-Buch, sollte aber trotzdem mal gelesen werden, da es auch zum Nachdenken anregt. Ich vergebe 3,5 Sterne.
Julia Gurol (13 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Anders sein