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Ich hab jetzt zwei Kinderzimmer von Puts, Veronique, Bilderbücher, Zum Vorlesen, Aus dem Leben, Kindliche Gefühlswelt

Ich hab jetzt zwei Kinderzimmer

Puts, Veronique

Übersetzung: Schweikart, Eva

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Ellermann

Empfohlen ab: 5 Jahre

ISBN: 9783770755042

Inhalt

Warum "Acht" Acht heißt? Ganz einfach: Es ist am 08.08. um 08:08 Uhr geboren. Acht ist ein fröhliches Kind. Doch Achts Eltern streiten sich immer öfter. Schließlich wohnen Mama und Papa nicht mehr in einer Wohnung. Acht ist traurig, wütend und oft hilflos. Erst ein Gespräch mit Opa hilft ihm. Denn Opa erklärt, dass es auch etwas Gutes haben kann, solche Situationen zu durchleben: Man kann andere Menschen besser verstehen. Trotz des Themas ist es ein sehr positives Buch, das Kindern hilft, die schwierige Situation einer Trennung zu verstehen und anzunehmen.

Bewertung

Acht heißt so weil sie am achten August um acht nach acht Uhr morgens geboren ist. Und außerdem passt ihr Name zu ihr, weil sie gern lacht – und das reimt sich. Aber im Moment hat Acht nicht viel zu lachen, denn zu Hause gibt es ständig Streit zwischen Mama und Papa. Dann steht Acht in der Mitte, denn sie hat ja beide lieb! Und als Mama und Papa eines Tages verkünden, dass sie sich trennen wollen, da geht es Acht erst einmal noch viel schlechter. Denn es ist schwer, das alles zu verstehen. Acht ist wütend und traurig, doch zum Glück kann sie mit ihrer Freundin Ruth und ihrer Oma sprechen. Das hilft. Und auch, wenn Acht ab und zu davon träumt, dass Mama und Papa sich wieder versöhnen, gewöhnt sie sich doch allmählich daran, nicht mehr beide gleichzeitig um sich zu haben. Sie versteht, dass sie keine Schuld trägt. Und dass beide sie trotzdem noch lieb haben. Und vor allem: Das sie wieder glücklich sein darf!

 

Eine einfühlsam erzählte Geschichte, die zugleich Scheidungskindern ganz sanft und ohne erhobenen Zeigefinger nicht nur hilfreiche Tipps, sondern auch handfeste Informationen an die Hand gibt: Was passiert bei einer Scheidung, wie läuft das zum Beispiel mit dem Sorgerecht ab? Und wie soll man mit all den verwirrenden Gefühlen klar kommen?

Ohne zu beschönigen, aber doch mit viel Hoffnung werden Achts Erlebnisse, Gedanken und Gefühle geschildert und durch Illustrationen auf Augenhöhe der kleine Betroffenen in Szene gesetzt. Und am Ende gibt es eine ganz besondere Seite: In dieses Buch darf und soll man nämlich hineinschreiben. Wie man sich fühlt, wenn die eigenen Eltern streiten. Oder welche Ängste man hat, wenn man an Trennung denkt. Dieses Buch kann die Ängste und Sorgen nicht völlig nehmen – aber sie besser machen und das Selbstbewusstsein betroffener Kinder stärken, das gelingt ihm ganz gewiss.

 

Fabienne Pfeiffer :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben, Kindliche Gefühlswelt