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Im Land der Kaffeeblüten von Antoni, Laura , Jugendbücher, Historie, Historie

Im Land der Kaffeeblüten

Antoni, Laura

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Thienemann

Empfohlen ab: 13 Jahre

ISBN: 9783522201605

Inhalt

Vier junge Frauen. Vier Schicksale. Ein Jahrhundert, das sie trennt. Und ein Land, exotisch und wunderschön, das sie miteinander verbindet: Guatemala. Während Margarete und Elise 1902 in einen dramatischen Strudel zwischen Liebe und Tod gerissen werden, entdecken Julia und Isabell das unkonventionelle Leben ihrer beiden Ururgroßmütter. Und kommen Geheimnissen auf die Spur, die schon viel zu lange verschwiegen wurden.

Bewertung

Julia und Isabell kennen sich nicht, müssen jedoch schon am ersten Schultag eine Seminararbeit über den Kaffeeanbau in Guatemala Anfang des 20. Jahrhunderts halten. Nach anfänglichen Streitereien freunden sich die zwei Mädchen an und machen eine großartige Entdeckung. Ihre Ururgroßmütter Elise und Margarete kannten sich. Ziemlich gut sogar. Die zwei Frauen in der Vergangenheit haben Briefe und Tagebücher geschrieben, aus denen eine spannende, romantische und mitreißende Geschichte in die Hände ihrer Nachfahren im Hier und Heute rieselt. Elise erzählt in ihren Reisetagebüchern von einer Expedition ihrer Eltern nach Guatemala, auf die sie nur wiederwillig mitgekommen ist und bei der sie sich mit Gefahren aller Art konfrontiert sieht. Sei es die Schlange, die von einem Baum fällt oder das nächtliche Gespräch der Indios, der Ureinwohner Mittelamerikas, am Lagerfeuer. Als dann ihre Eltern von Banditen entführt werden, helfen ihr in der Not Margarete und deren Freund Juan und ihre Liebe Georg. Zu viert machen sie sich auf die Suche nach den verschollenen Eltern. Für Isabell und Julia im heute wird aus einer Seminararbeit schnell ein Geheimnis beider Familien, das so gar nichts mehr mit Schule zu tun hat.
„Im Land der Kaffeeblüten“ von Laura Antoni hat mir sehr gut gefallen, da es in zwei Welten spielt und diese irgendwie zusammenhängen. Die Mädchen im heute erleben genauso wie der Leser die eigentliche Geschichte im Jahre 1902, da sie Forschungen über die Vergangenheit anstellen. Dieses Entdecken macht das Buch auch nicht langweilig, sondern steigert die Spannung umso mehr. Hätte die Autorin nur von der einen oder anderen Seite geschrieben, wäre das Buch nicht halb so interessant gewesen, da man auch Hintergrundwissen über die Maya und Guatemala vermittelt bekommt, weil Julia und Isabell Informationen für die Schule brauchen. Das interessiert dann auch den Leser. Das Buch ist jedoch nicht als Lektüre für zwischendurch gedacht, da man viel Wissen vermittelt bekommt und auch die eigentliche Geschichte Tiefgang hat. Sei es die Kaffeekrise oder der Kampf ums Überleben in der mittelamerikanischen Wildnis, es kommen immer wieder neue Hindernisse auf die Hauptpersonen zu. Das Cover ist auch sehr ansprechend gestaltet und vor allem für Frauen sehr ansprechend. Der Klappentext macht Lust auf mehr. Da ich dieses Buch verschlungen habe wie es schneller kaum geht und ich so gefesselt war und auch jetzt kaum aus dem Schwärmen herauskomme, vergebe ich 5 Sterne!
Paula Klöver (13) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Historie