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Im Schatten des Sonnengottes von Bekker, Alfred, Kinderbücher, Kinderliteratur, Historie

Im Schatten des Sonnengottes

Bekker, Alfred

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2012

Verlag: Kerle

Empfohlen ab: 8 Jahre

ISBN: 9783451711251

Inhalt

Der junge Echnaton ist von auffälliger Hässlichkeit und wird deshalb am Hof seines Vaters, des Pharao Amenophis, von der Priesterschaft geächtet. Als sein Vertrauter und Lehrer Ptah-Koram ermordet wird, setzt er alles daran, gemeinsam mit Nofretete den Verantwortlichen zu finden. Aber er kann nichts gegen die Täter und Auftraggeber tun. Doch als Echnatons Bruder stirbt, wird er, der vor den Augen der Götter bisher verborgen werden musste, plötzlich Pharao …

Bewertung

Der junge Echnaton hieß früher Amenhotep oder Amenho wie er damals gerufen wurde. Er hat eine lange Nase und große Ohren weshalb ihn die Priester des Amun völlig zu Unrecht beschuldigen, von den Göttern verflucht zu sein. Nur Nofretete (die sein Bruder später heiraten sollte) hält zu ihm. Weil er nicht oft auf die Straße gehen darf, (alle versuchen ihn quasi geheim zu halten) kennen ihn nicht viele und wissen nicht dass er zur königlichen Familie gehört.
Doch plötzlich passiert etwas, das alles ändert. Da Amenho angeblich verflucht sein soll, darf er nicht zu besonderen Anlässen in den Tempel und auch nicht an Zeremonien teilnehmen. Das haben die Amun – Priester so entschieden. Trotzdem schleicht er sich manchmal in den Tempel um etwas von den tollen Zeremonien zu sehen, von denen seine Geschwister ihm immer erzählten. Als er eines Tages wieder verbotenerweise eine Zeremonie mit angesehen hat, will ihm Ankh-Weset etwas zeigen. Ankh-Weset ist einer der Windhunde, die zusammen mit anderen heiligen Tieren im Tempel leben. Es wurden insgesamt neun Windhundgötter verehrt. Wenn die Tiere im Tempel oder sonst irgendwo etwas stahlen, verwüsteten oder zerstörten wurde ihnen das nicht übel genommen. Auch wenn sie zu feierlichen Anlässen bellten und das Gebet der Priester übertönten, störte das niemanden. Ankh-Weset ist Amenos bester und neben seinem Lehrer Ptah-Koram und Nofretete auch sein einziger Freund. Manchmal erscheint es Amenho so, als verstünde der Windhund jedes Wort und versucht ihm so gut wie möglich zu antworten.
Ankh-Weset führt Amenho zu dem Teil des Tempels, wo die Opfergaben abgegeben werden. Als Amenho um die Säule herumgeht hinter der Ankh-Weset auf ihn gewartet hatte, durchfährt ihn ein kalter Schauer. Auf dem Boden liegt ein Mann, den er nur allzu gut kannte. Es ist sein Lehrer und guter Freund Ptah-Koram. Er ist tot. Neben ihm auf dem Boden liegt eine Zierkeule aus Zedernholz mit dem Zeichen Amuns versehen …
Nach diesem schrecklichen Vorfall setzt Amenho alles daran, den Mord seines Lehrers aufzuklären. Dabei erlebt er einige Abenteuer und die Wahrheit über die Amunpriester kommt ans Licht. Seine Familie will jedoch nichts unternehmen, die Wahrheit würde beim Totengericht herauskommen. Das reicht Amenho aber nicht. Er will, dass der Schuldige bestraft wird. Deshalb nimmt Amenho die Sache allein in die Hand. Nur Nofretete hilft ihm dabei und hin und wieder zeigt sie ihm, dass er nicht wirklich hässlich ist, sondern nur benutzt wird, um den Machtkonflikt zwischen dem Pharao und den Amunpriestern auszutragen.
Ich fand das Buch toll, spannend und interessant, weil es eine Art Krimi war, aber auch von historischen Ereignissen in Ägypten handelt. Es geht um Mord aber auch um Verrat, Freundschaft und über Macht und vor allem auch um wichtige historische Ereignisse in längst vergangenen Zeiten.
Ich empfehle das Buch allen Lesern ab ca. 10 Jahren, die gerne spannende aber auch historische Bücher lesen und vergebe 4 Sterne.
Namira Hoeppner (10) :: Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Historie