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Infinity Drake von McNally, John, Jugendbücher, Abenteuer, Abenteuer, Humor , Spannung

Infinity Drake

Jagd in der verbotenen Stadt, Bd. 2

McNally, John

Übersetzung: Dreller, Christian

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Loewe

Empfohlen ab: 12 Jahre

ISBN: 9783785580790

Inhalt

Ein neuer Fall für das millimetergroße Nano-Einsatzteam, zu dem auch der 13-jährige Finn gehört: Ausgerechnet in die größte Hardwarefabrik der Welt ist eine Armee bösartiger Nanobots eingedrungen, winzig kleine Roboter, die eine Art „Schwarmintelligenz“ besitzen und die hier hergestellten Spielekonsolen und Smartphones infizieren. Und damit in die ganze Welt verschickt werden könnten. Ein Zusammenbruch der globalen Computersysteme wäre die Folge. Totale Kontrolle und Manipulation, vielleicht sogar die Auslöschung der Menschheit. Noch während das Einsatzteam sich bereit macht, werden Finn und Oma plötzlich entführt …

Bewertung

 Infinity (genannt „Finn“) Drake ist ein ganz normaler, 13-jähriger Junge. Nun ja, einmal abgesehen von seiner Größe. Er ist nämlich nur neun Millimeter groß. Das kommt daher, dass er im Rahmen der Operation Scarlatti (siehe Band 1:  John McNally: Infinity Drake – Scarlattis Söhne) geschrumpft wurde. Doch nun gibt es ein neues Problem auf Nanoebene für ihn und seine ebenfalls geschrumpften Teamkameraden. Der verrückte Wissenschaftler Kaparis, der bereits Drahtzieher hinter den Bedrohungen im ersten Teil war, hat etwas Neues ausgeheckt: winzig kleine Roboter, die sich selbst replizieren können und jedes elektronische Gerät der Erde besetzen sollen, um unumschränkte Macht zu gewährleisten. Die Jagd nach diesem winzig kleinen Riesenproblem führt unsere Helden nach Shanghai, mitten ins Herz des größten Computers der Welt. Ob sie die Welt erneut retten können?

 

Der Titel macht sofort neugierig auf das Buch, da er in meinen Augen nicht zu viel verrät und geheimnisvoll und spannend wirkt. Das Titelbild ist sehr gelungen illustriert und der Schriftzug “Infinity Drake“ ist auf dem Schutzumschlag hervorgehoben.

Trotz der ähnlich strukturierten Handlung, die einen schlechten Eindruck vermitteln könnte, steht der zweite Band dem ersten in keinster Weise nach. Ich fand es schon im ersten Band eine sehr gelungene Idee, die Helden einfach mal zu schrumpfen, um zu zeigen, dass eine geringe Statur manchmal auch vorteilhaft sein kann. Diese Idee wurde auch erfolgreich weitergeführt und es ist sehr interessant, die Welt mal auf Nanoebene zu erleben.

Die einzelnen Szenarien werden sehr detailliert beschrieben, sodass man immer voll mit dabei ist. John McNally gelingt es, die Spannung auf allen 446 Seiten aufrecht zu erhalten, da auch dieser Band ein offenes Ende hat und Lust auf mehr macht. Das Buch ist in vier Teile und 46 Kapitel unterteilt. Der Autor ist ein allwissender Erzähler der immer zwischen den verschiedenen Handlungsorten hin- und her wechselt. Dadurch ist man immer auf dem aktuellsten Stand, erfährt, was gerade bei Finn los ist, was Kaparis gerade treibt und was Eva (Wer das ist? Wird nicht verraten ;-) ausheckt.

 

Ich freue mich schon auf den hoffentlich bald folgenden dritten Teil und gebe verdiente 5 Sterne. Da die Geschichte allerdings einige sehr brutale Sequenzen enthält, würde ich das Buch für actionbegeisterte Leser erst ab 12 Jahren empfehlen, die ambitioniert sind, sich durch so einen dicken Schinken zu kämpfen.

 

Raphael Mergehenn (13) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Abenteuer, Humor , Spannung