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Irondead von Hohlbein, Wolfgang, Junge Literatur, Fantasy, Fantasy

Irondead

Der zehnte Kreis

Hohlbein, Wolfgang

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: INK

Empfohlen ab: 16 Jahre

ISBN: 9783863960667

Inhalt

Irland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: In einem ehemaligen Schlachthaus entdeckt der Privatdetektiv Quinn Devlin ein monströses eisernes Geschöpf. Kurz darauf verschwindet der reiche Kaufmann Stanley Garland, der am Bau der Titanic beteiligt ist. Quinn versucht, das mysteriöse Geschehen aufzuklären – und legt sich dabei mit Mächten an, die das größte Schiff der Welt für ein mörderisches Spiel missbrauchen …

Bewertung

Nachdem Ex-Polizist Quinn Devlin aus dem Dienst verwiesen wurde, kann man ihn nun für verschiede Fälle als Privatdetektiv engagieren. So beauftragt ihn der reiche Kaufmann Stanley Jacobs eine Reihe von Diebstählen aufzuklären, die sein Projekt, den Bau des größten Schiffes der Welt, der Titanic, behindern könnten. Kurz darauf erhält Devlin Geld von einem Boten Jacobs, der ihm sagt, er solle den Fall vergessen. Als er dem Boten folgt, wird er auf ein Schlachthaus aufmerksam.
Ihm kommt das alles komisch vor und als er das Haus betritt, versucht ein mysteriöses, eisernes Wesen ihn umzubringen. Er traut seinen Augen nicht, und versucht dieses Erlebnis zu verdrängen - erst glaubt er, er sei verrückt und will es sich ausreden - dennoch lässt ihn dieses Ereignis nicht mehr los. Schon bald wird sein Auftragsgeber vermisst - niemand weiß, was mit Jacobs geschehen ist oder wo er sich aufhält.
Und so kommt Jacobs´ Nichte Allison zu ihm und gibt ihm den Auftrag, Jacobs zu finden. Devlin fühlt sich direkt zu hier hingezogen, was sich mit dem Verlauf der Geschichte noch verstärkt. Und als er dann auch noch seinen alten Vorgesetzten Adler trifft, und er von seltsamen Schatten verfolgt wird, führen die Wege mehr und mehr zur Titanic. Dort schlummert ein grausames Geheimnis und nichts ist, wie es scheint…
Mir gefällt das Buch recht gut, da es meist spannend und interessant geschrieben ist. Mein erster Kritikpunkt ist jedoch die Länge, da der Autor jedes Detail schildert, so dass man sich die verschiedenen Orte zwar sehr gut bildlich vorstellen kann, es sich meiner Meinung nach dadurch jedoch zieht und oft langatmig wird.
Eigentlich finde ich es gut, wenn Bücher viele Details haben und man auch viel über die Charaktere und die Umgebung erfährt, jedoch finde ich das hier an manchen Stellen überzogen, so dass ich das Buch teilweise echt schleppend fand.
Was mir gut gefallen hat, ist dass man an manchen Stellen mitgerissen wurde und man die Atmosphäre und die Umgebung mit den Charakteren klar vor Auge hatte. Dass das Buch am Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, kann man auch teilweise an der Sprache erkennen, die der Autor benutzt. Auch mag ich es, dass die Geschichte aus der Ich Perspektive, also aus der Sicht von Devlin, geschrieben ist, was viel Spannung aufbaut.
Insgesamt finde ich die Story gut, auch wenn ich mir das Ende etwas anders vorgestellt hätte. Auch die Idee mit den „mechanischen Wesen“ und der Titanic, was dem Ganzen noch einen realistischen Touch gibt, finde ich gelungen. Ich empfehle das Buch für Jugendliche und Erwachsenes ab 16 Jahren und vergebe 3 Sterne.
Marius Trapp (16) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Fantasy