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Isegrim von Babendererde, Antje, Jugendbücher, Krimi & Thriller, Spannung

Isegrim

Babendererde, Antje

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2013

Verlag: Arena

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783401067537

Inhalt

Der Wald ist Jolas Refugium. Hier kennt sie jeden Winkel, jeden Baum, jedes Tier. Hier ist sie weit weg von ihrer überängstlichen Mutter, der Langeweile in ihrem Heimatdorf und dem besitzergreifenden Freund. Doch in der letzten Zeit gehen Veränderungen im Wald vor sich. Irgendetwas oder irgendjemand treibt hier sein Unwesen, beobachtet sie, folgt ihr. Als Jola auf einen fremden Jungen trifft, der sie seltsam fasziniert, scheint das Rätsel gelöst. Sie ahnt nicht, welches düstere Geheimnis der Wald noch hütet. Und dass hinter allem ein furchtbares Verbrechen steht, das Jola seit fünf Jahren zu vergessen versucht.

Bewertung

Die 16-jährige Jola lebt in einem kleinen Dorf im Thüringer Wald. Ihre Freizeit verbringt sie am Liebsten im Wald auf Streifzügen und Beobachtungstouren, denn der Wald ist ihr Reich, wo sie sich so gut auskennt wie keine Andere. Doch Jola merkt, dass sich in ihrem Wald etwas verändert hat und fühlt sich beobachtet. Auf einmal kommen Jolas Erinnerungen an ein vor fünf Jahren begangenes Verbrechen wieder hoch. Aber das ist nicht das einzige Vergehen, das in diesem kleinen Dorf geschehen ist. Mit ihren Freunden versucht sie für eine Präsentation in der Schule die Wahrheit über ein nach Ende des 2. Weltkrieges begangenes Verbrechen ans Licht zu bringen und stößt im Dorf auf kollektives Schweigen...
Die Story dieses Thrillers wird aus Sicht der 16-jährigen Jola erzählt. Die Figuren sind sehr realistisch und lebendig gestaltet. Die Probleme und Schwierigkeiten der Hauptfigur Jola sind überzeugend und einfühlsam dargestellt und auch ihre Begeisterung für den Wald und seine Bewohner ist gut nachzuvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Auf den ersten ca. 150 Seiten kommt die Geschichte langsam ins Rollen und man erhält einen ausführlichen Einblick in Jolas Leben und ihre Dorfgemeinschaft. Auf diesen ersten Seiten taucht fast jeder Dorfbewohner schon einmal auf und wird auch namentlich genannt, was bei mir zu etwas Verwirrung geführt hat, da ich mir all die Namen der Dorfbewohner nicht merken konnte und auch ihre Vierbeiner teilweise mit Namen genannt wurden. Die weiter Entwicklung des Plots hat mich aber einfach umgehauen. Es gibt so viele unerwartete Verbindungen, die man sich, selbst wenn man schon die ein oder andere Vermutung hatte, so sicher nicht ausgemalt hätte. Am Ende ist einfach alles vernetzt. Ein überwältigender Abschluss. Wow. Sobald man im letzten Drittel des Buches angelangt ist, kann und will man es nicht mehr aus der Hand legen!
Für den etwas langatmigen Anfang würde ich, wenn es möglich wäre einen halben Stern abziehen, aber da der tolle Schreibstil von Antje Babendererde das alle mal wieder ausgleicht, verdient sich „Isegrim“ 5 von 5 Sternen.
Lena Hansen (16) :: Jugend-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung