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Isola von Abedi, Isabel, Jugendbücher, Aus dem Leben, Spannung

Isola

Abedi, Isabel

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2007

Verlag: Arena

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783401060484

Inhalt

Sie sind zu zwölft und sie haben das große Los gezogen. Drei Wochen allein auf einer einsamen Insel vor Rio de Janeiro – als Darsteller eines Films, bei dem nur sie allein die Handlung bestimmen – bei dem nur sie selbst wissen, was Wahrheit ist und was Lüge. Doch dann wird das paradiesische Idyll für jeden von ihnen zu einer ganz persönlichen Hölle. Und am Ende müssen die Jugendlichen erkennen, dass die Lösung tief in ihnen selbst liegt.

Bewertung

Als der nicht ganz unbekannte Regisseur Quint Tempelhoff 12 Jugendliche als Darsteller in einem seiner Filmprojekte auswählt schlägt Veras Herz vor lauter Vorfreude bis zum Hals. Denn sie ist eine der 12 Glücklichen, die die nächsten 3 Wochen ohne Kontakt zur Außenwelt auf einer einsamen Insel an der Küste Rio de Janeiros verbringen wird. Nur drei persönliche Dinge dürfen die Darsteller von zu Hause mitnehmen, und auch einen Decknamen müssen sie sich überlegen. Und der Film? Die Handlung bestimmen sie ganz alleine. Tag und Nacht werden unzählige Kameras ihr "Inselleben" aufzeichnen. Wie im Traumurlaub fühlen 11 der Jugendlichen. Doch nicht Vera. Wer verbirgt sich hinter den "Inselnamen"? Wie, oder besser gesagt wer sind Joker, Pearl, Moon, Elfe und die anderen im Alltagsleben. Und wer ist der mysteriöse Solo, zu dem sich Vera schon im Flugzeug hingezogen fühlte? Bevor sie jedoch groß ins Grübeln verfallen kann, überrumpelt der merkwürdige Regisseur die Gruppe mit einem Spiel: Mitten im Pazifik liegt eine einsame Insel, Isola. Dort treffen 12 Jugendliche aufeinander. Einer von ihnen wird zum Mörder. Heimlich wählt er seine Opfer und schafft sie zu einem Versteck, bis er alle eliminiert hat, und nur noch er übriggeblieben ist... "Ein kindisches Mörderspiel", denken die einen, "Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht mit geflogen", die anderen. Doch bei allen wächst die Angst und das Gefühl der Bedrohung, denn was als harmloses belächeltes Spielchen begann, wird schon bald zu einem verzweifelten Mordspiel auf Leben und Tod.
Ich bin Abedis "Isola" mit großen Erwartungen angegangen, da ich vorher schon andere Bücher dieser Autorin gelesen habe, die allesamt großartig waren. Auch in diesem Buch wird der Leser nicht enttäuscht. Im Gegenteil, "Isola" ist sogar noch spannender als "Whisper" und "Imago" Isabel Abedis vorherige Jugendromane. Eine Mischung aus Krimi, Psychothriller und Liebesroman, die man mit einer Schüssel Spaghetti vergleichen könnte: verknotet, verflochten, kaum lösbar, bis man alle Nudeln aufgegessen hat und am Ende des Buches angelangt ist. Diese Mischung ist, wie ich finde, einzigartig. Immer wenn ich das Gefühl hatte so langsam den Überblick zu haben, ist etwas Neues passiert, und alle mühsam aufgestellten Theorien, wer was mit wem und warum zu tun haben könnte, wurden wieder zerstört. Was mir auch immer wieder bei Romanen von Isabel Abedi auffällt, ist die schöne Sprache, mit der sie die Leser in ihren Bann zu reißen vermag. Ein Buch, das den 5-Sterne-Titel auf jeden Fall verdient hat!
Julia Gurol (13 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de



Vera und 11 andere Jugendliche wurden von Regisseur Quint Tempelhoff ausgewählt für drei Wochen auf eine Insel zu reisen, um dort in einem neuen Film mitzuspielen. Eigentlich war geplant, dass die 12 Jugendlichen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, auf der Insel beinahe lückenlos überwacht werden sollen. Ansonsten sollten sie keine Anweisungen erhalten wie sie sich zu verhalten haben. Doch werden alle von einer unangekündigten Idee des Regisseurs überrascht, einem Spiel, bei dem einer der Spieler unerkannt den Mörder zu spielen hat. Dieser muss die anderen nach und nach "entführen". Die Veranstaltung wird, unter manchem Gemurre zwar, angenommen. Doch aus dem Spiel scheint mehr und mehr Ernst zu werden, tödlicher Ernst...
Sehr gut hat mir vor allem an Isabel Abedis Geschichte die Tatsache gefallen, dass es der Autorin gelungen ist, die Spannung über das ganze Buch hinweg aufrecht zu erhalten, indem sie den Leser stets lediglich seinen Vermutungen überlässt. Die Gefühle der Hauptperson Vera und die allgemeine Stimmung der Personen sind gut zum Ausdruck gebracht worden. Ebenso wie das Buch "Whisper" von der gleichen Autorin, hat mich dieser Thriller gefesselt. Bisher habe ich eher selten Bücher dieser Stilrichtung gelesen, doch das hat mich eventuell auf den Geschmack gebracht. Ich vergebe 4,5 Sterne.
Robert Diermann (16 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de



Für ein Filmprojekt, das Fernsehshows wie "Big Brother" kritisieren soll, werden zwölf grundverschiedene Jugendliche allein auf eine einsame Insel vor Rio de Janeiro geschickt. Dort sind sie rund um die Uhr und überall, von versteckten Kameras überwacht. Und dann beginnen die Zwölf ein Spiel, in dem es einen Mörder gibt und viele Opfer. Doch aus dem Spiel wird bald bitterer Ernst und keiner weiß mehr, wem er vertrauen kann. Der Regisseur greift nicht ein und Kontakt zur Außenwelt aufzunehmen ist unmöglich. Zwischen den Jugendlichen lebt unerkannt ein Verräter. Bald kämpft jeder für sich nur noch ums Überleben.
"Isola" ist ein spannender und rasanter Thriller mit wirklich außergewöhnlichen Charakteren, von denen keiner direkt einzuordnen ist. Im Verlauf der Geschichte erfährt man dann mehr über die Vergangenheit der Jugendlichen und lässt sich deshalb immer wieder zu falschen Schlüssen verleiten. Das Ende ist so überraschend und unvorhersehbar, dass ich wirklich bis zur letzten Seite mitgefiebert habe und das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Mein Fazit: Für Krimi-Fans ab 14 Jahren ist Isabel Abedis neustes Werk ein Muss! Ich vergebe 5 Sterne.
Anna Göttlich (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de



12 Jugendliche alleine auf einer Insel. Als Hauptdarsteller in einem Film, dessen Handlung nur von ihnen alleine bestimmt wird, in dem nur sie über Wahrhiet und Lüge bescheid wissen. Doch die Fasade der paradiesischen Idylle brökelt, als der Auftrag kommt ein Spiel zu spielen, in dem nur einer gewinnen und auf der Insel bleiben kann. Doch aus Spiel wird Ernst und die Insel zum Ort des Mordens.
Im wahrsten Sinne ein Thriller ist dieses Buch. Denn alleine der ständige Gedanke bei allem was man tut beobachtet und gefilmt zu werden ist Grund genug eine Gänsehaut zu bekommen. Wenn dann auch noch Leute umgebracht werden und man jeden Moment damit rechnen muss, der Nächste zu sein wird es sogar noch schlimmer.
Das Buch ist durchzogen von Ungewissheit, Spannung und Schauer, die es dem Leser unmöglich machen, das Buch aus der Hand zu legen. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl in meinem Zimmer beobachtet zu werden. Eine Geschichte so real zu erzählen, ist eine Kunst, die Isabel Abedi ohne Zweifel besitzt, wie andere Bücher beweisen. Ich vergebe 5 Sterne.
Jennifer Schollmeyer (14 Jahre) - Kinder-Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung