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Jeden Tag ein bisschen mehr von Reid, Louisa, Jugendbücher, Aus dem Leben, Alltag & Familie, Anders sein , Krankheit

Jeden Tag ein bisschen mehr

Reid, Louisa

Übersetzung: Pfaffinger, Birgit Maria

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2015

Verlag: Fischer FJB

Empfohlen ab: 14 Jahre

ISBN: 9783841422293

Inhalt

„Ich bin dreimal gestorben, bevor ich das Alter von fünf Jahren erreicht habe. Vielleicht ist ‚krank‘ mein gesund.“

Audrey ist nicht wie andere Mädchen. Sie hat keine großen Träume, sondern wünscht sich einfach nur ein normales Leben. Als sie mit ihrer Mutter und dem jüngeren Bruder in ein abgelegenes Haus zieht, nimmt sich der Nachbarsjunge Leo der Neuankömmlinge an. Doch mit Audreys Körper scheint irgendwas nicht zu stimmen. Audrey ist krank, ohne dass ihre Krankheit einen Namen hat. Ihre Mutter und ihr Bruder wollen ihr Bestes, doch was ist das Beste? Für sie? Für die Familie?

Bewertung

Audrey ist 16, als sie mit ihrer Mutter Lorraine und ihrem 5-jährigen Bruder Peter in ein heruntergekommenes Haus irgendwo in einem Dorf in England zieht. Die Familie hat schon mehrere Umzüge hinter sich und lebt insgesamt sehr abgekapselt. Audrey hat in der Schule oft gefehlt und viel Stoff verpasst, weil sie häufig krank war und hat kaum soziale Kontakte. Ihre Mutter kümmert sich um Audrey, die ihrer Krankheit selbst gar keinen Namen geben kann. Audreys einziger Wunsch ist ein normales Leben. Als der Nachbarsjunge Leo in ihr Leben tritt, scheint für Audrey ein normales Leben auf einmal möglich zu werden...

 

Das Cover und insbesondere der Titel des Buches „Jeden Tag ein bisschen mehr“ haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Was mich letztendlich erwartet hat mit dieser Geschichte, hatte ich absolut nicht erwartet.

 

Zu Beginn habe ich mich etwas durch die Seiten gequält, auch weil mir die Schreibstil nicht besonders gut gefiel und manchmal sehr unnatürlich klang. Aber ab dem letzten Drittel des Buches konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Ich MUSSTE wissen, wie es nun ausgeht und habe es verschlungen.

Die Charaktere in dieser Geschichte sind alle sehr eigen, was mir sehr gut gefallen hat. Insbesondere die Figur von Leo, dem Nachbarsjungen, und Peter, Audreys kleinem Bruder, sind mir ans Herz gewachsen.

Über den Inhalt und den Verlauf der Geschichte möchte ich gar nicht so viel verraten, weil es dem Buch sonst jegliche Spannung nimmt. Ich möchte nur so vie verraten, das Buch hat mich verstört zurückgelassen. Ich habe auch noch in den darauffolgenden Tagen viel über das Buch nachgedacht. Das macht es mir auch so schwer, dieses Buch zu bewerten. Einerseits würde ich es nicht noch einmal lesen wollen, andererseits war es schon sehr besonders, aber eben nichts für schwache Nerven.

 

Ich empfehle dieses Buch ab 15 Jahren an Leser_innen, die gerne etwas Außergewöhnliches und leicht Verstörendes lesen wollen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.


Lena Hansen (18) :: Redaktion Buecherkinder.de

Themen: Alltag & Familie, Anders sein , Krankheit