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Jump von Silver, Eve, Junge Literatur, Abenteuer, Spannung

Jump

Das Spiel 1

Silver, Eve

Übersetzung: Jakubeit, Alice

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2014

Verlag: Fischer FJB

Empfohlen ab: 16 Jahre

ISBN: 9783841421586

Inhalt

Miki Jones kommt bei einem Unfall ums Leben. Doch sie kommt wieder zu sich, an einem Ort, der Lobby genannt wird. Aus ihrem Alltag wurde sie durch Raum und Zeit in eine Art Spiel gezogen, in dem sie gemeinsam mit anderen Jugendlichen furchteinflößende Wesen bekämpfen muss. Teammitglied Luka, ein Schulfreund, erklärt ihr, dass sie weiter ihr gewohntes Leben führen kann, außer wenn sie auf Mission im ›Spiel‹ ist. Und sie muss jeden Einsatz in dieser anderen Welt überleben.
Es gibt keine Vorbereitung, kein Training und keinen Ausweg. Miki muss sich auf die fragwürdige Führung Jackson Tates verlassen, des attraktiven und geheimnisvollen Leiters ihres Teams. Er weicht ihren Fragen aus und hält alle auf Abstand. Jeder spiele für sich, lautet sein Motto. Doch dann nimmt das Spiel eine tödliche Wende, und Jackson bringt sich selbst in extreme Gefahr, um Miki zu schützen.

Bewertung

Du stirbst - und stirbst doch nicht. Du bekommst noch einmal die Chance, zu leben - doch bist trotzdem nur wenige Zentimeter vom Abgrund des Todes entfernt. Du musst kämpfen und dein Leben riskieren, um die Welt zu retten.

 

Was auf den ersten Blick unwirklich, rätselhaft und zusammenhangslos erscheint, ist für Miki brutale Realität. Nach einem Unfall mit einem Lastwagen sollte sie eigentlich tot sein und doch lebt sie noch und findet sich in der sogenannten „Lobby“ wieder. Miki hat diesen Schock noch gar nicht verdaut, da muss sie schon mit drei anderen jugendlichen Soldaten und dem Teamleiter Jackson gegen die Drows kämpfen, die alles Leben auf der Erde auslöschen wollen. Dies zu verhindern und die Drows zu vernichten, ist Aufgabe von Mikis Teams und anderen Teams. Doch wer sind diese Drows? Sie sind Aliens, aus grellem Licht bestehend, aber mit menschlichen Zügen, die die Teams vernichten wollen, da diese sie an der Eroberung der Welt hindern.

Was bitterer Ernst ist, von dem die normalen Menschen nichts mitbekommen, wird von dem Komitee, den Spielemachern, zu einem Spiel umgewandelt, das dem System von Computerspielen ähnelt: die Soldaten sammeln dadurch, dass sie Drows töten, Punkte, aber können gleichzeitig auch von den Drows getötet werden. Dabei werden sie nicht nur im Spiel getötet – auch im echten Leben wird das Leben der Soldaten, die alle wie Miki hätten sterben sollen, aber eine zweite Chance bekamen, von Beginn ihres „tödlichen“ Unfalls an ausgelöscht. Bei all diesen komplizierten Irrungen verwundert es nicht, dass Miki verwirrt ist; auch aus dem verschwiegenen Teamleiter Jackson kann sie nicht viele Antworten herausbekommen. Gleichzeitig fühlt sie sich jedoch auf wundersame Weise von ihm angezogen…

 

„Jump. Das Spiel 1“ von Eve Silver ist ein Roman, der mich nicht von Anfang an fesselte. Zu Beginn des Buches ist die Hauptdarstellerin Miki sehr naiv, da sie im Bezug auf Jackson nicht merkt, was er für sie empfindet und sie sich des Öfteren wundert, wieso sich Jackson so sehr um sie sorgt. Dies ruft bei dem Leser teils Unverständnis für Miki hervor, was sich jedoch im Laufe des Buches bessert. Zudem scheinen die Charaktere in ihren Charaktereigenschaften überzogen und steif, als wären sie in eine bestimmte typisierte Figur „gepresst“ worden. Wen dies nicht stört, der wird in der zweiten Hälfte des Buches mit einer spannenden Handlung belohnt, denn die Geschichte gewinnt nun an Fahrt.

Das Buch lässt sich sehr leicht und flüssig lesen und die zweiten Hälfte wurde in einem Zug durchgelesen. Somit sei der holprige Einstieg vertröstet. Was jedoch am Ende zu bemängeln ist, ist, dass die Geschichte sehr plötzlich endet. Kaum kommt die Geschichte zu ihrem finalen Höhepunkt, ist sie auch schon vorbei. Da ist es tröstlich, dass dieser Roman nur der erste Band der Reihe um „Das Spiel“ ist. Im Bezug auf die Anlehnung an Computerspiele muss jedoch erwähnt werden, dass Computerspielfans, die in diesem Buch Parallelen zu ihrem liebsten Hobby erhoffen, enttäuscht werden. Zwar basiert „Spiel“ des Romans auf dem Konzept von Computerspielen, jedoch wird die persönliche Beziehung zwischen den Protagonisten in den Vordergrund gerückt, der Typus Computerspiel ist eher Basis für die Idee des „Spiels“ als dass er öfter thematisiert wird.

 

Wegen des holprigen Starts, aber des zweiten äußerst gelungenen Teils vergebe ich 4 Sterne und empfehle „Jump. Das Spiel 1“ männlichen und weiblichen Lesern ab 13 Jahren.

 

Miriam Thiel (17) :: Kinder- und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Spannung